Bremsscheiben wechseln - Aufwand und Kosten im Überblick

Das Bild zeigt die freigelegte Bremsanlage in einem Fahrzeug. Die Bremsen zählen zu den wichtigsten Bauteilen eines Fahrzeugs. Jedoch sind diese einer starken thermischen und mechanischen Belastung ausgesetzt, sodass ein regelmäßiger Wechsel der Bremsen zu den bedeutsamsten Wartungsarbeiten an einem Auto gehört.

Bei uns erfahren Sie, was Sie über einen Wechsel der Bremsscheiben wissen sollten und wann der richtige Zeitpunkt für einen Austausch ist.
Sie erhalten einen Überblick über die anfallenden Reparaturkosten und haben am Ende die Möglichkeit, sich ein kostenfreies und unverbindliches Angebot für Ihre Region einzuholen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Aufbau einer Bremsscheibe
  2. Kühlung der Bremsscheiben
  3. Wann sollte man die Bremsscheiben erneuern?
  4. Diese Anzeichen sprechen für einen möglichen Defekt
  5. Was Sie zum Wechsel wissen sollten
  6. Die Kosten für diese Reparatur im Überblick
  7. Was Sie bei der Bremsscheiben beachten sollten
  8. Preisvergleich

Aufbau einer Bremsscheibe

Als Bremsscheiben werden die Bauteile des Bremssystems bezeichnet, die an der Radnabe befestigt werden und sich während der Fahrt dementsprechend mitdrehen. Sie sind für die Regulierung der Bremskraft verantwortlich und gewährleisten ein gleichmäßiges Bremsen. Wird die Bremse ausgelöst, pressen die Bremsklötze auf die Bremsscheibe - die Verzögerung entsteht.

Handelsübliche Bremsscheiben bestehen in der Regel aus Grauguss
, da dieses Material passende Eigenschaften aufweist und günstig in der Herstellung ist. Die Nachteile bestehen größtenteils im Gewicht, das eine solche Bremsscheibe auf die Waage bringt.

Die Alternative zu Bremsscheiben aus Stahl sind Scheiben, die aus einer Verbindung von Keramik und Aluminium bestehen.
Sie sind etwa halb so schwer wie reguläre Bremsscheiben und weisen dennoch gute Eigenschaften hinsichtlich der möglichen Verzögerung auf.
Im Rennsport werden sogenannte Carbon Keramik Bremsscheiben verwendet. Diese bieten selbst bei hohen Belastungen gute Bremseigenschaften und sind sehr leicht.

Kühlung der Bremsscheiben

Der Mechaniker kontrolliert die Bremsscheibe in der Werkstatt.

Sobald die Bremsklötze die Bremsscheiben berühren, entsteht Reibung. Durch diese wird Wärmeenergie frei, die das Bremsverhalten negativ beeinflussen kann.
Aus diesem Grund verfügen sowohl die Bremsen als auch die Fahrzeuge über diverse Möglichkeiten einer Kühlung.

Belüftete Bremsscheiben besitzen Kühlöffnungen, mit deren Hilfe die entstehende Bremswärme besser abgeführt werden kann. Hauptsächlich wird dabei auf die Kühlung durch Fahrtluft zurückgegriffen. Spezielle Schächte an der Front des Autos und unter der Karosserie sorgen dafür, dass die Bremsen genug Luftkühlung erhalten. Das ist vor allem im Rennsport wichtig, da die Bremsen hier viel stärker benutzt werden.

Wann sollte man die Bremsscheiben erneuern?

Die Bremsscheibe ist an der Radnabe befestigt. Um eine sichere Autofahrt zu gewährleisten sowie sich selbst und weitere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, ist eine regelmäßige Kontrolle und Erneuerung der Bremsscheiben notwendig. Empfohlen wird, die Bremsscheiben ein- bis zweimal jährlich fachmännisch prüfen zu lassen, beispielsweise beim Wechsel der Reifen.

Wann eine Bremsscheibe gewechselt werden muss, hängt von dem jeweiligen Verschleiß ab. Dieser nimmt mit der Anzahl an zurückgelegten Kilometern zu. Im Allgemeinen sollten die Bremsscheiben eines Autos nach etwa 30.000 bis 90.000 gefahrenen Kilometern erneuert werden.

Auch der eigene Fahrstil und die Beschaffenheit der zurückgelegten Strecken spielen eine Rolle.
Zudem ist die Notwendigkeit eines Wechsels vom Fahrzeugtyp und der Qualität der verbauten Bremsscheiben abhängig. Ein fixes Intervall für die Erneuerung der Bremsscheiben kann somit nicht angegeben werden.

Zusätzlich variiert die Abnutzung einzelner Bremsscheiben gemäß der Antriebsweise des Autos. So nutzen sich zum Beispiel die hinteren Bremsscheiben bei Fahrzeugen mit Heckantrieb, zu denen unter anderem Modelle der Marke BMW, Mercedes-Benz oder Sportwagen von Porsche zählen, dementsprechend schneller ab.

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Diese Anzeichen sprechen für einen möglichen Defekt:

Wie so oft, gibt es verschiedene Anzeichen, die für einen Defekt sprechen können.
Im Folgenden sehen Sie eine Auswahl der häufigsten Symptome:

Verschleißgrenze erreicht

▶ An den Bremsscheiben ist die vom Hersteller gekennzeichnete Verschleißgrenze erreicht. Dies ist die erforderliche Mindestdicke einer Bremsscheibe um sicher zu bremsen.


Tiefe Rillen

▶ Sie sehen tiefe Rillen oder Riefen auf der Bremsscheibe.


Ungleichmäßige Abnutzung

▶ Ihre Bremsen sind ungleichmäßig stark abgenutzt.


Weiter Bremshebelweg

▶ Sie haben einen übermäßig hohen Bremshebelweg festgestellt.




Was Sie zum Wechsel wissen sollten

Das Bild zeigt die freigelegte Bremsscheibe. Mit dem Wechsel der Bremsscheiben sollte man immer auch die Bremsbeläge wechseln. Das liegt daran, dass die Bremsklötze bereits benutzt und entsprechend verformt sind. Diese Verformungen würden auf der neuen Bremsscheibe sofort zu einer starken Abnutzung führen.

Zudem sollten die beiden Scheiben derselben Achse denselben Abnutzungsgrad aufweisen, da diese bei einer Bremsung gleichzeitig greifen. Aus diesem Grund sollten Bremsscheiben immer paarweise gewechselt werden.

Für den Wechsel der Bremsen wird das Fahrzeug zunächst auf einer Bühne angehoben, sodass die Räder demontiert werden können. Nachdem dies geschehen ist, werden sowohl Bremsklötze als auch Bremsscheiben ausgewechselt. Da intakte Bremsen essenziell für die Sicherheit eines Autos sind, sollte für den Austausch der alten Bremsscheiben und Bremsbeläge lieber ein Fachmann beauftragt werden.

Lassen Sie bei dieser Durchsicht auch den Zustand Ihrer Bremsflüssigkeit kontrollieren.
Über einen längeren Zeitraum können nämlich die betroffenen Leitungen und Dichtungen porös werden.
Tipp: Bei uns können Sie sich mit den Inspektionskosten vertraut machen und erfahren mehr darüber, wie man die Bremsflüssigkeit wechseln lassen kann
.



Das Video zeigt den Ablauf einer fachgerechten Montage einer Bremsscheibe.
Es hilft, den Aufwand in der Werkstatt besser einschätzen zu können.

Die Kosten für diese Reparatur im Überblick

Der Wechsel der Bremsscheiben und Bremsklötzer ist eine Arbeit mit verhältnismäßig wenig Zeitaufwand. So werden in der Regel etwa 20 bis 30 Minuten pro Rad benötigt. Der Austausch der Bremsscheiben pro Achse kostet oft zwischen 70,- Euro bis 130,- Euro. Je nach dem, ob eine Lieferung von Ersatzteilen erforderlich ist.

Die Materialkosten für neue Bremsscheiben variieren stark und sind abhängig von Größe, Material und Hersteller. Der Preis liegt bei zirka 60,- Euro bis 130,- Euro pro Stück.

Da die Bremsscheiben äußerst sicherheitsrelevant für Fahrzeuge sind, sollte hier nicht am Material gespart werden.
So können sich qualitativ minderwertige, günstig produzierte Bremsscheiben schneller abnutzen oder gar reißen. Werkstätten greifen daher in der Regel auf hochwertige Produkte zurück, beispielsweise von der führenden Marke ATE.

Material / Dienstleistung geschätzte Preise
Arbeitsaufwand pro Achse 70,- bis 130,- Euro
Materialkosten pro Stück 60,- bis 130,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Was Sie bei der Bremsscheiben beachten sollten:

  • Lassen Sie Ihre Bremsen 1-2 Mal im Jahr beim Reifenwechsel überprüfen
  • Erneuern Sie die Bremsen etwa nach 30.000 - 90.000 Kilometern
  • Tauschen Sie beide Bremsscheiben auf derselben Achse aus
  • Machen Sie einen Preisvergleich
  • Lassen Sie den Wechseln in einer Fachwerkstatt durchführen
Die Infografik gibt nochmals einen kurzen Überblick über alle wichtigen Informationen und fasst den Ablauf der Reparatur kurz zusammen.

Preisvergleich

Die Kosten für den Wechsel der Bremsscheiben können zwischen verschiedenen Werkstätten variieren.
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