"Nicht jeder Autofahrer hat das Glück, einen Mechaniker als besten Freund zu haben. Auch ich nicht ;-)"
Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber – mittlerweile zusammen mit vier KFZ-Mechatronikern – seit dem Jahr 2010. Unser Ziel ist es, Ihnen einen Wissensvorsprung für den nächsten Werkstattbesuch zu bieten – egal welches Modell Sie fahren!
PS: Sie sind neugierig wie es dazu kam? Hier erfahren Sie mehr über die Geschichte dahinter!
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Rauchgeruch aus Auto entfernen – Optionen und Kosten im Überblick

Die Zahl der Raucher geht in Deutschland seit Jahren konstant zurück. Doch für viele Raucher ist der Glimmstängel am Steuer nach wie vor eine Selbstverständlichkeit und Teil des Freiheitsgefühls beim Autofahren. Gerade im Stau oder auf längeren Fahrten wollen Raucher nur ungern auf ihre Zigarette verzichten.

Mit der Folge, dass sich der Rauchgeruch irgendwann in jedem Winkel des Autos festsetzt. Dagegen kommt auch regelmäßiges Lüften oder der Einsatz diverser Duftbäumchen und Sprays nicht an.

Auf Dauer mindert der Rauchgeruch den Wiederverkaufswert des Wagens um bis zu 10 Prozent, was beispielsweise bei der Rückgabe von Leasingautos für eine teure Überraschung sorgen kann. Doch es gibt Möglichkeiten, den hartnäckigen Geruch wieder aus dem Auto zu bekommen.

Hausmittel gegen Rauchgeruch im Auto?

Ob im Internet oder in Automagazinen – an klugen Ratschlägen, wie sich der kalte Rauchgeruch angeblich mit Hausmitteln aus dem Auto entfernen lassen soll, mangelt es nicht. Immer wieder findet sich der Tipp, eine Schüssel mit Kaffeepulver oder Reis über Nacht ins Auto zu stellen.

Beides soll Feuchtigkeit binden und Rauchgeruch aus der Luft entfernen. Tatsächlich ist eine solche Anwendung jedoch über einen längeren Zeitraum von Tagen bis Wochen nötig und tiefsitzende Gerüche in Polstern und Teppichen lassen sich damit kaum entfernen.

Essig und Obst gelten ebenfalls als Mittel gegen störenden Zigarettengeruch im Auto. Ihr Duft soll sich über den kalten Rauch legen. Aber auch sie können hartnäckige und über Jahre entstandene Gerüche nicht dauerhaft beseitigen.

Intensive Reinigung

Zigarettenrauch gelangt in jeden Winkel des Autos und lagert sich dort ab. Zunächst nur oberflächlich. Mit der Zeit dringt das Nikotin jedoch immer tiefer in die Fasern von Stoffen und Teppichen ein und lässt sich mit gewöhnlichen Reinigungsmaßnahmen nur schwer entfernen. Das macht die Reinigung von Autos, in denen oft und viel geraucht wird, zu einer Herausforderung.

Um den unerwünschten Rauchgeruch zu beseitigen, bedarf es im ersten Schritt einer intensiven Grundreinigung. Hier empfiehlt sich ein systematisches Vorgehen, um wirklich jeden Teil des Innenraums gründlich von Rückständen zu säubern.

Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, gibt es im Handel Spezialreiniger für Raucherautos. Sie enthalten vielfach Mikroorganismen, die aktiv gegen die Geruchsmoleküle des Nikotins wirken und durch ihre Inhaltsstoffe hartnäckige Rückstände auf Oberflächen entfernen.

Innenraum aufräumen und grob reinigen

Vor der eigentlichen Reinigung ist es wichtig, zunächst groben Schmutz aus dem Auto zu entfernen. Eine Hauptquelle für Rauchgeruch ist der Aschenbecher. Auch entleert und oberflächlich geputzt verbreitet der Behälter noch einen unangenehmen Geruch.

Um das zu vermeiden, sollte er mehrere Stunden in einen Spezialreiniger gelegt oder bei sehr starker Verschmutzung ersetzt werden. Auch auf und in Gegenständen wie CD-Hüllen, Sitzbezügen und Kissen breitet sich Nikotin aus. Um den Rauchgeruch restlos zu entfernen, müssen diese ebenfalls intensiv gereinigt oder ausgetauscht werden.

Da sich Asche und Reste von Tabak oft in Fußmatten und Teppichen, aber auch in den Sitzpolstern ablagern, ist es wichtig, diese gründlich mit dem Staubsauger zu behandeln. Auch unter den Sitzen sowie in den Zwischenräumen zwischen Sitzen und Mittelkonsole befinden sich häufig Reste von Zigaretten, die unangenehmen Rauchgeruch verströmen.

Zur groben Reinigung gehört auch das Säubern der Scheiben von innen. Besonders auf der Windschutzscheibe lagern sich Rückstände von Rauch und Nikotin ab. Sie lassen sich am besten mit einem speziellen Glasreiniger entfernen, der auch für Fett und Nikotin geeignet ist.

Je nach Grad der Verschmutzung ist es eventuell nötig, das Reinigungsmittel eine Zeit lang einwirken zu lassen oder den Prozess mehrere Male zu wiederholen.

Dachhimmel, Sitze und Teppich säubern

Nach der oberflächlichen Reinigung muss tiefsitzender Schmutz entfernt werden, der sich in Stoffen und Polstern festgesetzt hat. Dazu wird das Reinigungsmittel zuerst mit einem Schwamm in das Material eingearbeitet, um das Nikotin zu lösen.

Idealerweise erfolgt die Reinigung mithilfe eines Nass-Staubsaugers, der den Schmutz samt Feuchtigkeit direkt entfernt. Besondere Vorsicht ist jedoch bei dem Dachhimmel geboten, da sich hier bei der Anwendung aggressiver Reinigungsmittel leicht der Kleber lösen kann. Auch kann es bei zu starker Feuchtigkeit zu Flecken kommen, die sich nur schwer wieder entfernen lassen.

Armaturenbrett und Lüftung reinigen

Der Nikotinfilm auf dem Armaturenbrett lässt sich am besten mit einer milden Reinigungslösung entfernen. Cockpit-Sprays und Kunststoffreiniger helfen hier meist nur wenig. Besser sind spezielle Nikotinlöser, die für das Armaturenbrett geeignet sind und das Plastik oder Leder nicht angreifen.

Da der Rauch durch die Schlitze bis in die Lüftung vordringt, ist auch hier eine intensive Reinigung erforderlich, um den Rauchgeruch zu entfernen – bspw. mittels Druckluftspray.

Für die Reinigung müssen Sie je nach Verschmutzung bis zu einem halben Tag einplanen. Sie können aber auch eine Werkstatt damit beauftragen. Welche Kosten für die Intensivreinigung eines Raucherautos anfallen, hängt auch hier vom Zustand ab.

Bei starken Ablagerungen sind mehrere Reinigungsvorgänge nötig, was den Arbeits- und Materialeinsatz und somit auch den Preis erhöht. In der Regel fallen für die Behandlung zwischen 50,- und 200,- Euro an.

Zudem lohnt es sich, den Innenraumfilter wechseln zu lassen.

Rauchgeruch durch Ozonbehandlung entfernen?

Vor allem für Rauchgeruch, der sich auch nach einer intensiven Reinigung des Fahrzeuginneren hartnäckig hält, empfehlen manche Werkstätten eine Ozonbehandlung. Hierbei wird das Auto von einer Fachwerkstatt für einen oder mehrere Tage mit Ozon begast.

Das Gas dringt tief in Polster und Teppiche ein und tötet Bakterien und Keime ab. Gleichzeitig neutralisiert es zuverlässig Gerüche, darunter auch Rauchgeruch. Dennoch sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie dieses Verfahren einsetzen möchten, um den Rauchgeruch aus Ihrem Fahrzeug zu entfernen.

Denn: Wenn Ozon auf Zigarettenrauch und Nikotin trifft, entstehen sogenannte feinstaubhaltige Aerosole. Diese mikroskopisch kleinen Teilchen können in die Lunge und Bronchien eindringen und sich dort ablagern, was zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Schäden führen kann.

Experten raten deshalb dazu, bei Raucherautos auf eine Ozonbehandlung zu verzichten und lieber auf andere Maßnahmen zurückzugreifen.

Letztlich bleibt es Ihre Entscheidung, Risiko und Nutzen einer Ozonbehandlung zur Beseitigung von Rauchgeruch gegeneinander abzuwägen. Die Kosten für eine Behandlung belaufen sich auf etwa 50,- bis 100,- Euro. Eine Reinigung ist darin jedoch nicht enthalten.

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