"Nicht jeder Autofahrer hat das Glück, einen Mechaniker als besten Freund zu haben. Auch ich nicht ;-)" Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber – mittlerweile zusammen mit vier KFZ-Mechatronikern – seit dem Jahr 2010. Unser Ziel ist es, Ihnen einen Wissensvorsprung für den nächsten Werkstattbesuch zu bieten – egal welches Modell Sie fahren!
PS: Sie sind neugierig wie es dazu kam? Hier erfahren Sie mehr über die Geschichte dahinter!
"Nicht jeder Autofahrer hat das Glück, für Fragen einen Mechaniker als besten Freund zu haben. Auch ich nicht ;-)"
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Radwechsel in der Werkstatt oder daheim? – Alles wichtige einfach erklärt!

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Beim Wechsel der Jahreszeiten kommt unter Autobesitzern immer wieder die gleiche Frage auf: „Wie mache ich das am besten mit den Sommer- bzw. Winterrädern?“

Wir zeigen Ihnen, was es zu beachten gilt und mit welchen Kosten Sie rechnen sollten.

Selber wechseln oder wechseln lassen?

Viele Autofahrer verbringen den saisonalen Wechsel in der Werkstatt, damit sich ein Fachmann um die Montage der entsprechenden Räder kümmert.

Hierbei besteht der Vorteil darin, dass die Räder fachmännisch geprüft und bei Bedarf direkt eingelagert werden können. Außerdem wird eine Sichtprüfung der umliegenden Bauteile wie Bremse, Fahrwerk oder Antrieb direkt durch einen Fachmann durchgeführt.

Auch das Wuchten der Räder ist zu Hause kaum möglich.

Lagerung der Räder

Die Lagerung der Räder sollte in einem trockenen Raum ohne Sonneneinstrahlung erfolgen. Zudem sollte der Untergrund sauber sein, um die Räder während der Lagerung nicht zu beschädigen.

Außerdem empfehlen wir, den Luftdruck der Reifen vor dem Einlagern um etwa 0,2 bis 0,5 bar zu erhöhen, um die Form der Reifen bei eventuellen Druckverlusten über die Zeit optimal zu halten.

Grundsätzlich ist die Einlagerung in einer KFZ-Werkstatt oder bei einem Reifendienst zu empfehlen.

Räder wuchten

Durch ungleichmäßiges Abfahren kann es dazu kommen, dass die Räder nicht sauber rotieren. Man spricht hier von einer Unwucht des Rades. Die Folgen können ein erhöhter Verschleiß des Reifens bzw. ein Vibrieren beim Fahren sein, welches meist erst bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn auffällt.

Um dem vorzubeugen, können beim „Wuchten“ in der Werkstatt kleine Gewichte an der Felge montiert werden, die für eine saubere Rotation des Rades sorgen. Dies erhöht die Lebensdauer Ihrer Reifen insgesamt und ist daher definitiv zu empfehlen.

Kosten für den Räderwechsel in der Werkstatt

Ein Radwechsel kostet für vier Räder im Durchschnitt etwa 15,- bis 25,- Euro. Der Preis steigt um weitere 15,- bis 35,- Euro, wenn ein Wuchten der Räder erforderlich ist. Für die Einlagerung sollte man mit 30,- bis 50,- Euro pro Saison rechnen.

Material / Dienstleistunggeschätzte Preise
Radwechsel - vier Räder15,- bis 25.- Euro
Wuchten - vier Räder zusätzlich 15,- bis 35,- Euro
Einlagerung - vier Räderzusätzlich 30,- bis 50,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Räder günstig wechseln

Viele Werkstätten bieten zur entsprechenden „Wechsel-Saison“ Komplettpreisangebote bzw. Paketpreise an. Hier kann man tatsächlich sparen. Oft handelt es sich dann um eine Kombination aus Wechsel, Reinigung, Wuchten und Einlagerung.

Was Sie beim Räderwechsel beachten sollten

  • Führen Sie auf jeden Fall eine Sichtprüfung hinsichtlich eventueller Beschädigungen durch.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Reifen mindestens ein 1,6 mm Profil haben (gesetzlich vorgeschrieben).
  • Achten Sie auf Aktionspreise / Paketpreise.
  • Lassen Sie die Räder regelmäßig wuchten.
  • Reifen sollten nicht älter als 6 bis 8 Jahre sein, da der Gummi sonst rissig und spröde werden kann (das Alter der Reifen finden Sie hinter der „DOT“ Kennzeichnung, wobei die ersten zwei Zahlen für die Kalenderwoche und die anderen beiden für das Jahr der Produktion stehen).

Tipps für den Radwechsel daheim

Wer das Geld für den Radwechsel sparen möchte, der kann diesen natürlich auch alleine durchführen. Zu beachten ist dabei allerdings, dass dies nicht ungefährlich ist, da eine Masse von mehreren Hundert Kilogramm allein auf einem Wagenheber ruht (sofern keine Hebebühne vorhanden ist).

Deshalb sollte das Fahrzeug gut gesichert sein, bevor es daran geht, die Räder zu demontieren. Eine solche Sicherheit lässt sich beispielsweise besser gewährleisten, wenn der Wagenheber auf einem festen und ebenen Untergrund steht und das Fahrzeug durch Holz oder Steine gegen Verrutschen gesichert ist.

Je nach Modell, muss das Fahrzeug entweder pro Seite oder pro Rad angehoben werden. Entsprechende Stellen sind an den Trägern der Karosserie durch einen Pfeil oder eine Markierung gekennzeichnet.

Schon vor dem Anheben sollten die Radmuttern gelockert werden, da hier der Widerstand gegen die Drehbewegung am Größten ist. Hebt man das Fahrzeug nun an, kann das jeweilige Rad gänzlich gelöst werden.

Wer die Räder bei sich zuhause lagern möchte, sollte sie vorher markieren (bspw. VR für vorn-rechts) – dies geht am besten mit einem Stück Kreide.

Das neue Rad kann dann aufgesetzt und montiert werden. Hier ist die Hilfe einer zweiten Person angebracht, da das Anbringen und Festziehen ansonsten Probleme bereiten kann.

Alle Radmuttern sollten dann mit einem Drehmomentschlüssel und dem angegebenen Drehmoment (siehe Herstellerangaben) über Kreuz festgezogen werden. Ein solches Festziehen sollte auch nach Herablassen des Fahrzeugs sowie nach 50 Kilometern noch einmal stattfinden.

Bei den ersten Kilometern mit den neuen Rädern sollten diese auf jeden Fall genau beobachtet werden.

Das richtige Drehmoment beim Festziehen der Räder spielt eine sehr wichtige Rolle. Zieht man die Schrauben oder Muttern zu fest an, kann das Gewinde beschädigt werden oder sogar abbrechen. Werden die Räder nicht mit genügend Drehmoment befestigt, könnten sie sich beim Fahren lockern und gar lösen.

Sollten Sie nach dem Radwechsel ein ungewöhnliches Klappern feststellen, sollte sofort angehalten werden, um alle Räder zu überprüfen.

Wichtig ist außerdem das Einstellen des korrekten Luftdrucks der Reifen. Dieser variiert je nach Fahrzeug, Reifendimensionen und Beladung des Fahrzeugs. Angaben dazu können Sie an unterschiedlichen Stellen wie Tankdeckel, Handschuhfach, Türverkleidung oder im Handbuch finden.

Bei optimalem Luftdruck werden Verschleiß, Bremsweg und Kraftstoffverbrauch optimiert.

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Sie haben eine fahrzeugspezifische Frage? Sie zweifeln an der Richtigkeit einer Rechnung? Viele Probleme sind sehr fahrzeugspezifisch und nicht pauschal zu erklären. Unser Ziel ist dennoch ganz klar: Wir wollen Ihnen weiterhelfen! Dafür haben wir aktuell zwei weiterführende Möglichkeiten:

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