ÜBER DEINE-AUTOREPARATUR.DE
Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber – mittlerweile zusammen mit vier KFZ-Mechatronikern – seit dem Jahr 2010. Unser Ziel ist es, Ihnen einen Wissensvorsprung für den nächsten Werkstattbesuch zu bieten – egal welches Modell Sie fahren!
PS: Sie sind neugierig wie ich zu diesem Projekt kam und warum ich Ihnen diese Website ans Herz lege? Hier erfahren Sie mehr über die Geschichte dahinter!
Startseite » Ratgeber » Allgemein » Unterbodenschutz – alles was man wissen muss einfach erklärt!

Unterbodenschutz – alles was man wissen muss einfach erklärt!

Auch wenn Ihr Auto äußerlich einen guten Eindruck macht, kann ein Blick auf den Unterboden ein anderes Bild offenbaren. Denn die Unterseite des Fahrzeugs ist permanent Witterungseinflüssen wie Hitze, Regen und Schnee ausgesetzt, kommt mit Streusalz in Kontakt und wird während der Fahrt von Steinen und Split bombardiert.

Ohne wirksamen Unterbodenschutz sind teure Schäden durch Rost die Folge. Zwar sind Autos ab Werk mit einer Unterbodenversiegelung versehen. Diese hält jedoch nicht ewig und sollte spätestens nach sechs bis acht Jahren erneuert werden.

Unterbodenschutz – was ist das?

Bei Unterbodenschutz handelt es sich um eine zähflüssige Paste, die aus einem polymeren Pulver auf PVC-Basis, Additiven, Weichmachern und Füllstoffen besteht.

Bis vor einigen Jahren kam bei Neufahrzeugen vorwiegend Bitumen zum Einsatz, was heute aufgrund von Eigenschaften wie frühzeitiger Alterung und Rissbildung und der enthaltenen Lösungsmittel nur noch selten der Fall ist.

Je nach Produkt wird die Schutzschicht durch Sprühen oder mithilfe eines Pinsels auf den Unterboden aufgetragen. Für einen erweiterten Schutz kann die Schicht zusätzlich mit Lack und speziellen Wachsen versehen werden.

Der fertig ausgehärtete Unterbodenschutz ist wasserabweisend und schützt vor Rost und Steinschlag.

Wann muss der Unterbodenschutz erneuert werden?

Experten empfehlen, den Unterbodenschutz spätestens nach sechs bis acht Jahren zu erneuern. Im Rahmen einer großen Inspektion sollte der Unterbodenschutz immer mit überprüft werden. Bei zahlreichen Herstellern ist dies sogar explizit vorgegeben.

Zudem sollten Sie regelmäßig einen prüfenden Blick unter Ihr Auto werfen, um sich selbst ein Bild vom Zustand des Unterbodens zu machen.

Entdecken Sie Spannungsrisse oder Stellen, an denen die Schutzschicht abgeplatzt ist, sollten Sie noch vor dem nächsten Winter einen Termin in einer Werkstatt vereinbaren.

Denn bei anhaltender Feuchtigkeit kann diese ungehindert in die Risse eindringen und Rost verursachen.

Vereinbaren Sie in diesem Fall möglichst zeitnah einen Termin zur Unterbodenversiegelung, um teure Folgeschäden zu vermeiden.

Unterbodenschutz selbst auftragen?

Im Handel für Autozubehör und in Baumärkten gibt es Produkte, mit denen sich die Unterbodenversiegelung theoretisch selbst durchführen lässt. Allerdings ist neben Werkzeug und einer Hebebühne auch Erfahrung beim Auftragen von Unterbodenschutz erforderlich.

Denn nicht alle Teile des Unterbodens dürfen mit der Schutzschicht versiegelt werden. Unter anderem dürfen End- und Vorschalldämpfer, Einrückhebel, Handbremsseil, Kupplungsseile und Radlager nicht mit dem Mittel in Kontakt kommen.

Zudem müssen vor dem Auftragen sämtliche Roststellen restlos beseitigt und Verschmutzungen durch beispielsweise Streusalz entfernt werden. Schon kleine Fehler können dazu führen, dass die Schutzschicht ihre Wirkung verliert und Rost leichtes Spiel hat.

Um kein Risiko einzugehen, sollten Sie die Arbeit einer Werkstatt oder Lackiererei überlassen. Sie verfügt über die nötige Erfahrung und die technischen Mittel, um eine Unterbodenversiegelung fachgerecht aufzubringen.

Was kostet ein professioneller Unterbodenschutz?

Die Kosten für eine professionelle Versiegelung des Unterbodens sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Zuerst spielt die Größe des Fahrzeugs und somit die Fläche, die mit der Schutzschicht versehen werden muss, eine große Rolle.

Daneben kommt es auf die Art des aufzutragenden Unterbodenschutzes an. Hier stehen verschiedene Lösungen mit und ohne Bitumen zur Wahl. Im Durchschnitt müssen Sie bei einer professionellen Versiegelung mit Kosten zwischen 200,- und 300,- Euro rechnen.

Bereits vorhandene Roststellen und Löcher können die Kosten jedoch deutlich erhöhen, da diese vor dem Auftragen beseitigt und repariert werden müssen. Je nach Lokalisation muss die gesamte Innenausstattung inklusive Teppich ausgebaut werden, um die schadhaften Stellen schweißen zu können.

Ist die bestehende Unterbodenversiegelung hingegen noch weitestgehend intakt und kein Rost vorhanden, genügt es, besonders beanspruchte Teilbereiche und anfällige Stellen mit einem neuen Schutz zu versehen.

In diesem Fall halten sich die Kosten mit etwa 100,- bis 150,- Euro in Grenzen.

Bild eines verrosteten Kotflügels

Garantie auf Unterbodenschutz?

Die Hersteller geben eine unterschiedlich lange Garantie auf den rostfreien Unterboden ihrer Fahrzeuge. Sie beträgt je nach Marke zwischen fünf und zehn Jahren und gilt nur, wenn das Auto von innen nach außen rostet.

Das heißt, dass die Garantie nicht greift, wenn durch äußere Einflüsse Schäden entstehen, die zu Rost führen.

Wenn Sie sich entscheiden, den Unterbodenschutz von einer Werkstatt erneuern zu lassen, profitieren Sie in vielen Fällen auch hier von einer Garantie. Wie lange diese gilt, ist ebenfalls unterschiedlich.

Häufig ist sie an bestimmte Bedingungen geknüpft. So hat die Garantie bei einigen Betrieben nur dann Bestand, wenn der Unterbodenschutz innerhalb einer vorgegebenen Frist erneut behandelt wird. Auch gibt es Ausschlüsse für bestimmte Schäden, wie zum Beispiel das Überfahren von Bordsteinen.

Tipp: Informieren Sie sich im Vorfeld, ob Ihre Werkstatt eine Garantie für das Aufbringen eines Unterbodenschutzes anbietet und von welchen Bedingungen sie diese abhängig macht.

Tipps zur Schonung des Unterbodens

Im Winter empfiehlt es sich nach längeren Fahrten in jedem Fall regelmäßig eine Unterbodenwäsche durchzuführen. So werden Rückstände von Streusalzen, welche den Unterboden sonst „angreifen“ könnten, abgewaschen. 

Zudem sollten Fahrzeuge nie längere Zeit auf einer Wiese abgestellt werden, da hier permanent Feuchtigkeit von unten (durch Tau etc.) aufsteigt und den Unterboden angreifen kann.

Hat Ihnen dieser Artikel weitergeholfen? Wenn ja, freuen wir uns über Ihre positive Bewertung! Damit helfen Sie uns dabei, deine-autoreparatur.de bekannter zu machen!
Klicken Sie jetzt ganz rechts auf „5 Sterne“. Vielen Dank!

unbrauchbar (bitte Feedback per Mail senden)schlecht (bitte Feedback per Mail senden)mittelmäßiggutdanke, hat mir geholfen (97 Bewertung(en), im Durchschnitt: 4,52 von 5)

Loading...

Lohnt sich diese Reparatur?

Mein Tipp: Fahren Sie in keine Werkstatt, bevor Sie den aktuellen Fahrzeugwert ermittelt haben. So wissen Sie immer genau, bis zu welchen Kosten sich eine Reparatur noch lohnt. Besonders schnell und unkompliziert geht das mit wirkaufendeinauto.de*.

  • kostenfreie und unverbindlich
  • erledigt in zwei Minuten
  • solide Entscheidungsgrundlage