"Nicht jeder Autofahrer hat das Glück, einen Mechaniker als besten Freund zu haben. Auch ich nicht ;-)"
Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber – mittlerweile zusammen mit vier KFZ-Mechatronikern – seit dem Jahr 2010. Unser Ziel ist es, Ihnen einen Wissensvorsprung für den nächsten Werkstattbesuch zu bieten – egal welches Modell Sie fahren!
PS: Sie sind neugierig wie es dazu kam? Hier erfahren Sie mehr über die Geschichte dahinter!
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Hauptuntersuchung inkl. Abgasuntersuchung – Gebühren, Ablauf sowie wichtige Informationen einfach und kurz erklärt!

Ein Fahrzeug, das im deutschen Straßenverkehr zugelassen ist, muss regelmäßig zur sogenannten Hauptuntersuchung (HU), die im Volksmund auch als TÜV bekannt ist. Dabei werden vor allem sicherheitsrelevante Bauteile auf ihre Funktion überprüft, um ein fehlerfreies Fahrverhalten zu gewährleisten.

Früher war die Abgasuntersuchung (AU bzw. UMA) eine separate Untersuchung. Seit 2010 ist sie ein fester Bestandteil der Hauptuntersuchung.

Ein Auto ohne gültige TÜV-Plakette darf nicht am Straßenverkehr teilnehmen.

Ablauf der Hauptuntersuchung

In Deutschland wird die HU von verschiedenen Prüforganisationen wie bspw. dem TÜV Süd, der DEKRA oder der GTÜ durchgeführt.

Die Hauptuntersuchung findet dann entweder in einer KFZ-Werkstatt oder direkt bei einer entsprechenden Prüforganisation statt. Gerade in kleinere Werkstätten ist es üblich, dass es einen festen Tag in der Woche gibt, an dem ein Gutachter vor Ort ist und die Hauptuntersuchungen durchführt.

Werden keine oder keine wesentlichen Mängel erkannt, ist die Hauptuntersuchung bestanden und das Fahrzeug erhält eine neue Plakette sowie einen entsprechenden Nachweis im Fahrzeugschein.

Wurden relevante Mängel festgestellt, müssen diese beseitigt werden. Anschließend ist eine Nachprüfung erforderlich, durch die sichergestellt wird, dass alle Mängel auch tatsächlich beseitigt wurden.

Was beinhaltet die Hauptuntersuchung?

Bei der Hauptuntersuchung wird kontrolliert, ob das Fahrzeug über grobe Sicherheitsmängel oder anderweitige Defekte verfügt, die die Insassen sowie andere Straßenverkehrsteilnehmer gefährden könnten.

Laut TÜVRheinland nutzen deren Sachverständige dafür bspw. eine Checkliste mit rund 160 Prüfpunkten (Stand: 24.10.2019). Unabhängig von der Prüforganisation werden unter anderem folgende Teilbereiche eines PKWs begutachtet:

  • Bremsanlage
  • Fahrwerk
  • Bereifung
  • Motor
  • Abgasanlage
  • Beleuchtung
  • Elektrik

Gebühren für die Hauptuntersuchung inkl. Abgasuntersuchung

Die Gebühren der Hauptuntersuchung unterscheiden sich je nach Prüforganisation, bewegen sich aber auf einem ähnlichen Level.

Geht man von einem normalen PKW bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht aus und entscheidet man sich wie üblich für eine Hauptuntersuchung inkl. Abgasuntersuchung, kann man mit Kosten von etwa 100,- bis 115,- Euro rechnen.

Wiegt das Fahrzeug mehr als 3,5 Tonnen sind die Kosten geringfügig höher. Bei Krafträdern und Anhängern ist die Hauptuntersuchung günstiger als bei einem PKW.

Wird die Hauptuntersuchung nicht bestanden, so kann wie bereits erwähnt eine Nachbesserung mit anschließender Nachkontrolle erfolgen. Diese kostet je nach Anbieter in der Regel etwa zwischen 15,- Euro und 30,- Euro.

Es lohnt sich, vor der eigentlichen Hauptuntersuchung in eine Werkstatt zu fahren und dort einen „Vorab-Check“ durchführen zu lassen. So können (kleinere) Mängel vorab beseitigt werden und Sie sparen sich die zusätzlichen Kosten für die Nachuntersuchung. Zudem gibt es verschiedene Punkte, die man vorab selbst überprüfen kann. So sollte man bspw. sicherstellen, dass sich Warndreieck und Warnwesten noch im Auto befinden und dass der Verbandskasten nicht abgelaufen ist. Weitere Tipps finden Sie im Folgenden Artikel des ADAC.
Material/Dienstleistunggeschätzte Preise
Hauptuntersuchung inkl. Abgasuntersuchung (PKW bis 3,5 t)100,- bis 115,- Euro
Nachuntersuchung15,- bis 30,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Wie oft müssen Fahrzeuge zur Hauptuntersuchung?

Normale Pkw mit einem Gewicht von unter 3,5 Tonnen müssen alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung. Die Ausnahme bilden Neuwagen – diese müssen erst nach 36 Monaten erstmalig zur HU.

Wann ein Fahrzeug überprüft werden muss, lässt sich an seiner Plakette erkennen. Für jedes Jahr gibt es eine unterschiedliche Farbe; außerdem ist das Jahr der nächsten Hauptuntersuchung in der Mitte eingetragen. Der Monat lässt sich anhand einer Markierung auf der HU-Plakette ablesen. Dabei handelt es sich um die Zahl, die auf der Plakette oben (12 Uhr) zu finden ist.

Unabhängig davon findet man diese Information auch im Fahrzeugschein Teil 1.

Was passiert, wenn man den TÜV überzieht?

Wer mit einer ungültigen TÜV-Plakette erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen. Dieses liegt bei einer Überziehung zwischen 2 und 4 Monaten bei 15,- Euro. Zwischen 4 und 8 Monaten sind 25,- Euro zu bezahlen. Sind 8 Monate verstrichen, werden 60,- Euro und 1 Punkt in Flensburg fällig. 

Unabhängig davon kann Ihre KFZ-Versicherung – im Falle eines Unfalls aufgrund technischer Mängel – Regressforderungen stellen, wenn das Fahrzeug keine gültige HU-Plakette hatte.

Wird das Auto jedoch zur Hauptuntersuchung gebracht und ist mehr als zwei Monate überfällig, wird eine sogenannte vertiefte Untersuchung durchgeführt. Diese kostet in der Regel 20 Prozent mehr als die normale Hauptuntersuchung. Hier wird das Fahrzeug dann noch genauer untersucht.

Was Sie beim TÜV beachten sollten

  • Normale Pkw mit einem Gewicht von unter 3,5 Tonnen müssen alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung.
  • Der Preis kann je nach Prüforganisation variieren, bewegt sich aber auf einem ähnlichen Level.
  • Wer mit einer ungültigen TÜV-Plakette erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen.
  • Lassen Sie eine Vorabuntersuchung in einer Werkstatt durchführen.

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