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Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber – mittlerweile zusammen mit vier KFZ-Mechatronikern – seit dem Jahr 2010. Unser Ziel ist es, Ihnen einen Wissensvorsprung für den nächsten Werkstattbesuch zu bieten – egal welches Modell Sie fahren!
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Getriebeöl wechseln / Getriebespülung – Symptome, Ablauf sowie anfallende Kosten einfach und kurz erklärt!

Getriebeöl befindet sich in manuellen sowie automatischen Fahrzeuggetrieben. Der Schmierstoff hat dabei verschiedenste Funktionen.

So ist er unter anderem für das Reduzieren von Reibung zwischen den mechanischen Bauteilen, die Geräuschdämpfung und den Korrosionsschutz von Bedeutung.

Übrigens: Ein Ölwechsel im eigentlichen Sinn findet meist nur bei Automatikgetrieben statt. In manuellen Getrieben findet ein Austausch des Öls in der Regel nur dann statt, wenn andere Arbeiten am Getriebe durchgeführt wurden. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich daher auf den Ölwechsel bei einem Automatikgetriebe.

Symptome für einen erforderlichen Getriebeölwechsel

Treten eines oder mehrere der folgenden Symptome auf, sollten Sie mit Ihrem Fahrzeug in eine Werkstatt fahren. Eine denkbare Ursache ist, dass das Getriebeöl zu alt oder verschmutzt ist. Ein Getriebeölwechsel kann häufig die Probleme beheben, bevor es zu einem größeren Schaden kommt.

  • Während der Fahrt kommt es beim Gangwechsel zu ungewohnten Verzögerungen beim Schalten.
  • Es treten bei Schaltvorgängen Geräusche (bspw. ein Rasseln) auf, die vorher nicht wahrzunehmen waren. 
  • Unter dem Motor / Getriebe ist eine Ölspur oder ein Ölfleck erkennbar.

Unabhängig davon gibt der Fahrzeughersteller in der Regel ein Wechselintervall für das Getriebeöl an. Der entsprechende Wechsel finden dann im Zuge einer Inspektion mit statt.

Getriebeöl ist normalerweise auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Die meisten Hersteller sehen in ihren Wartungsplänen einen Wechsel des Öls nach 80.000 bis 150.000 km vor. Bei „DSG-Getrieben“ von VW ist ein Wechsel meist sogar schon nach 60.000 km empfohlen.

Oftmals wird bei den Herstellern jedoch auch von „Lifetime-Füllungen“ gesprochen. Das würde in der Folge bedeuten, dass das Getriebeöl nie gewechselt werden muss. Davon raten wir in jedem Fall ab.

Viele Mechaniker empfehlen den Austausch des Öls schon nach 50.000 bis 60.000 km, was sich in der Praxis durch eine längere Getriebelebensdauer auszahlt.

Insgesamt kommt es jedoch auch auf den Einzelfall an, denn je nach Fahrstil kann der optimale Zeitpunkt für einen Getriebeölwechsel verschieden sein. So kann bspw. ein häufiger Anhängerbetrieb dafür sorgen, dass ein Wechsel in kürzeren Intervallen erforderlich ist.

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Zuletzt aktualisiert am 31.01.2020 um 17:23 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Wechsel des Getriebeöls bei einem Automatikgetriebe

Zunächst wird das Fahrzeug auf einer Hebebühne angehoben, sodass der Unterfahrschutz demontiert werden kann. Anschließend wird das alte Getriebeöl abgelassen und aufgefangen.

Bei den meisten Automatikgetrieben besteht jedoch das Problem, dass das Öl nicht vollständig herausläuft. Würde man direkt das neue Öl einfüllen, würde sich das alte Öl mit dem neuen Öl vermischen.

Daher ist eine Getriebespülung häufig die einzige Möglichkeit, um das alte Öl komplett zu entfernen und die Bauteile im Inneren des Getriebes gründlich von Rückständen (u.a. Verkokungen) zu reinigen.

Für eine Getriebespülung ist ein spezieller Getriebespülautomat erforderlich. Dieser spült das Getriebe nach dem Befüllen mit neuem Öl so lang, bis alle Verunreinigungen entfernt sind.

Übrigens: Im Zuge des Ölwechsels sollte auch immer der Getriebeölfilter erneuert werden.

Für Laien sind der Wechsel und die Spülung bei einem Automatikgetriebe kaum zu bewerkstelligen. Überlassen Sie die Arbeit deshalb unbedingt einem Fachbetrieb mit entsprechender Gerätschaft.

Was kostet ein Getriebeölwechsel?

Die Gesamtkosten für einen Getriebeölwechsel variieren je nach Fahrzeugmodell und Getriebe. Die Materialkosten für das Öl liegen bei etwa 10,- bis 20,- Euro pro Liter. Geht man davon aus, dass in einem Getriebe durchschnittlich 5 bis 10 Liter enthalten sind, ergeben sich Materialkosten von 50,- bis 200,- Euro.

Bekannte Hersteller von Getriebeöl sind Liqui Moly oder Castrol. Hinzu kommen die Kosten für den neuen Ölfilter.

Ein Getriebeölwechsel dauert etwa 30 Minuten bis 2,5 Stunden. Der Grund für diese große Zeitspanne ist unter anderen, dass es bei einzelnen Modellen besonders aufwändig ist, den Getriebeölfilter zu wechseln. Geht man von einem Stundensatz zwischen 60,- und 130,- Euro aus, ergibt das Arbeitskosten zwischen rund 30,- und 325,- Euro.

Insgesamt kann man bei einem Getriebeölwechsel ohne Spülung mit Kosten zwischen 250,- und 500,- Euro rechnen. Soll der Getriebeölwechsel mit einer entsprechenden Spülung erfolgen, liegen die Kosten bei etwa 550,- bis 1.100 Euro. 

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Welche Funktion hat das Getriebeöl in einem Automatikgetriebe?

Das Getriebeöl hat wie oben bereits angedeutet verschiedenste Funktionen. Dies sind vor allem:

  • Verschleißminimierung
  • Realisierung von Schaltzyklen (via Magnetventile)
  • Geräuschdämpfung / Schwingungsdämpfung
  • Korrosionsschutz

Damit das Öl die ihm angedachte Funktion zuverlässig erfüllen kann, ist es wichtig, dass seine Qualität einwandfrei ist und sein Füllstand konstant bleibt. Außerdem sollte nur Getriebeöl zum Einsatz kommen, welches der Hersteller für das jeweilige Modell empfiehlt. 

Fazit

Das Getriebeöl ist das Lebenselixier eines jeden Getriebes. Eine stiefmütterliche Behandlung kann zu ernsten Schäden bis hin zu einem Totalausfall des Getriebes führen. Die Wechselintervalle des Herstellers sollten unbedingt eingehalten werden.

Bemerken Sie, dass das Getriebe anders als normal schaltet („ruppiges Schaltverhalten“, ungewöhnliche Geräusche) sollten Sie zeitnah eine Werkstatt aufsuchen um teure Folgeschäden im Getriebe zu vermeiden.

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