"Nicht jeder Autofahrer hat das Glück, für Fragen einen Mechaniker als besten Freund zu haben. Auch ich nicht ;-)"
Hi, ich bin Paul und ich betreibe diesen Online-Ratgeber – mittlerweile zusammen mit vier KFZ-Mechatronikern – seit dem Jahr 2010. Unser Ziel ist es, dir einen Wissensvorsprung für den nächsten Werkstattbesuch zu bieten – egal welches Modell du fährst!
PS: Du bist neugierig wie es dazu kam? Hier erfährst du mehr über die Geschichte dahinter!
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DSG ruckelt / defekt – Anzeichen, Reparatur sowie anfallende Kosten einfach und kurz erklärt!


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Das DSG (auch als Direktschaltgetriebe bzw. Doppelkupplungsgetriebe bezeichnet) ist ein automatisiertes Schaltgetriebe, welches in Fahrzeugen aus dem VAG-Konzern (u.a. VW, Audi, SEAT, Skoda) verbaut wird.

Durch den Einsatz von zwei Kupplungen (statt normalerweise einer einzigen), ist der nächste Gang immer schon „vorausgewählt“. Dies sorgt für schnelle Gangwechsel und macht das manuelle Schalten ebenso wie bei einem Automatikgetriebe überflüssig.

Symptome / Anzeichen für ein defektes DSG oder verschlissene Kupplungsscheiben

Grundsätzlich muss zwischen zwei wesentlichen Schadensbildern unterschieden werden.

Zum einen kann es sein, dass die Kupplungsscheiben des DSG (wie auch bei einer normalen Kupplung) verschlissen sind und das DSG dann nicht mehr zügig schaltet.

Zum anderen kann es einen Defekt an der Mechatronik oder dem Getriebe selbst geben, der für verschiedenste Symptome sorgen kann. Das können unter anderem folgende sein:

  • Ruckeln / „Schlagen“ beim Schalten
  • Längere Schaltpausen / ein verzögertes Schalten
  • Vibrationen am Bremspedal
  • Der Rückwärtsgang kann nicht mehr eingelegt werden
  • Das Fahrzeug springt in den Notlauf und schaltet bspw. nur noch bis zum 4. Gang
  • Meldung im Fehlerspeicher wie bspw. „Kupplungsschlupf zu hoch“, „Getriebeeingangsdrehzahl zu hoch“ oder „Kupplung überhitzt“
Bitte beachte, dass die genannten Symptome nicht alle gemeinsam auftreten müssen. Schon eines der genannten Anzeichen kann für einen Defekt am DSG sprechen.

Für den Laien ist es häufig schwer, ein defektes DSG eindeutig zu diagnostizieren. Am ehesten ist dies möglich, indem man auf „S“ (Sportmodus) schaltet und hier auf einer freien Straße „durch beschleunigt“.

Wenn die Gänge hier mit Verzögerung oder Drehmomentverlust gewechselt werden, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um verschlissene Kupplungsscheiben oder einen Defekt am DSG.

Auch beim Gebrauchtwagenkauf solltest du unbedingt auf die oben genannten Symptome achten und beim Schalten auf dein Bauchgefühl hören, ob die Dauer der Schaltvorgänge normal wirkt. Bekannte Baureihen mit häufigen DSG-Problemen sind unter anderem der VW Golf VI bzw. Sportsvan,  der VW T5 und der VW Passat B7.
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Was können Ursachen für einen erhöhten Verschleiß am DSG sein?

  1. Verbleibt man im Stau oder an der Ampel immer in den Gängen „D“ oder „S„, steht eine der beiden Kupplungsscheiben immer unter Druck und verschleißt somit schneller. Idealerweise sollte man in solchen Situationen daher auf „N“ oder „P“ schalten.
  2. Werden die Ölwechselintervalle nach Herstellervorgaben nicht eingehalten, können die Ölkanäle verkoken. Zudem kann sich der Ölfilter zusetzen.
  3. Ein häufiger Anhängerbetrieb kann ebenfalls zu einem erhöhten Verschleiß führen.
  4. Zudem sorgt auch ein Leistungssteigerung des Fahrzeugs (oftmals „Chiptuning“) für einen erhöhten Verschleiß des DSG.

Reparatur oder Wechsel des DSG

Der genaue Ablauf der Reparaturarbeiten richtet sich nach der jeweiligen Ursache für den Defekt.

Die Arbeiten sollten immer in einer Fachwerkstatt stattfinden, da neben dem entsprechenden Fachwissen auch zwingend Spezialwerkzeug und ein Diagnosetester erforderlich ist. 

Sind „nur“ die Kupplungsscheiben verschlissen, handelt es sich bei der Reparatur um eine Routinearbeit für Werkstätten. Der genaue Ablauf variiert dabei je nach Fahrzeugmodell.

In jedem Fall muss hierfür das Getriebe demontiert werden. Dazu müssen zunächst verschiedene Komponenten im Motorraum ausgebaut werden.

Anschließend werden die Antriebswellen und bei einem Allrad-Fahrzeug die Kardanwelle demontiert. Danach kann das Getriebe ausgebaut werden und der Wechsel der Kupplungsscheiben erfolgen.

Im Zuge des Austauschs sollte immer auch gleich das Zweimassenschwungrad (ZMS) mit erneuert werden, da es in der Regel immer Spiel hat.

Möchte man hier (fälschlicherweise) sparen, kann es passieren, dass der komplette Montageaufwand wie beim Wechsel der Kupplungsscheiben (u.a. Ausbau des Getriebes!) schon nach 5.000 oder 10.000 km wieder erforderlich ist.

Schaltet das DSG schlecht, lohnt sich häufig zunächst eine Getriebespülung, bei der das Getriebeöl erneuert und das komplette Getriebe durchgespült und somit „gereinigt“ wird. Dies sorgt häufig für ein deutlich verbessertes Schaltverhalten.

Bei anderen Symptomen hängen die erforderlichen Maßnahmen von der genauen Diagnose ab. Handelt es sich bspw. um einen Defekt an der Mechatronik, wird diese in der Regel im Ganzen ersetzt.

Ist das Steuergerät defekt, kann man dies zu einem Spezial-Instandsetzer einschicken und reparieren lassen.

Gebrauchte DSG lohnen sich im Übrigen nur dann, wenn sie professionell überholt bzw. instandgesetzt wurden. Anderenfalls kann man den Zustand im Inneren des Getriebes nicht beurteilen.
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Kosten für Reparaturarbeiten am DSG

Die Kosten für eine Reparatur hängen stark von der genauen Problemursache ab und variieren je nach genauem Fahrzeugmodell.

Handelt es sich um verschlissene Kupplungsscheiben, muss man mit Materialkosten zwischen rund 400,- und 1.250,- Euro rechnen.

Im oberen Bereich dieser Preisspanne ist man immer dann, wenn das Zweimassenschwungrad wie empfohlen mit ersetzt wird.

Hinzu kommt hier der Arbeitsaufwand zwischen vier und sieben Stunden. Die Reparatur ist sehr aufwendig, weil das Getriebe aus- und wieder eingebaut werden muss.

Ausgehend von einem Stundensatz in Höhe von 85,- Euro ergeben sich somit Arbeitskosten zwischen 340,- und 595,- Euro.

Die Gesamtkosten für neue DSG-Kupplungsscheiben liegen somit etwa zwischen 750,- und 1.850,- Euro.

Handelt es sich um einen anderen Schaden am DSG, ist eine Kostenschätzung noch deutlich schwieriger, da sie immer vom individuellen Fall abhängt.

In solch einem Fall sollte man auch immer in eine spezialisierte Werkstatt fahren.

Muss das Getriebe ersetzt werden, sollte man mit Gesamtkosten von mindestens 3.000 bis 5.000 Euro rechnen.

Liegt ein Schaden an der Mechatronik vor, entstehen häufig Gesamtkosten zwischen 500,- und 2.000,- Euro. Hier kommt es immer darauf an, welche Komponente genau für den Defekt verantwortlich ist und wie aufwendig die Fehlersuche ist.

Gerade bei Fahrzeugen mit geringer Laufleistung sollte unbedingt ein Kulanzantrag beim Hersteller gestellt werden!

TIPP: Fahr in keine Werkstatt, bevor du den aktuellen Wert deines Fahrzeugs ermittelt hast. So weißt du vorab immer genau, bis zu welchen Kosten sich eine Reparatur noch lohnt!

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So steigerst du die Lebensdauer deines DSG

Schalte, wenn das Auto steht, so oft wie möglich in die Gänge „N“ oder „P“, um einen erhöhten Verschleiß der Kupplungen zu vermeiden. Zudem sollten die Getriebeölwechselintervalle des Herstellers unbedingt eingehalten werden.

TIPP: Investiere zusätzlich in eine Getriebeölspülung. Sie sorgt zusätzlich dafür, dass kein verunreinigtes Altöl im Getriebe verbleibt und für einen erhöhten Verschleiß sorgen kann. 

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