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Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber – mittlerweile zusammen mit vier KFZ-Mechatronikern – seit dem Jahr 2010. Unser Ziel ist es, Ihnen einen Wissensvorsprung für den nächsten Werkstattbesuch zu bieten – egal welches Modell Sie fahren!
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Bremsbeläge wechseln – Symptome, Wechsel & Kosten einfach und kurz erklärt!

Die Bremsen zählen zu den wichtigsten Komponenten eines Autos. Je nach Fahrzeugmodell sind entweder Scheibenbremsen oder Trommelbremsen verbaut. Letztere sind eher die Ausnahme und werden meist nur bei schwach motorisierten PKWs an der Hinterachse eingesetzt.

Hinweis: Auch in Trommelbremsen sind Bremsbeläge verbaut, welche sich auf den Bremsbacken befinden. Im Folgenden wird jedoch auf den Wechsel der Beläge in einer Scheibenbremsanlage eingegangen.

Wann muss ich die Bremsbeläge wechseln lassen?

Im Allgemeinen wird empfohlen, die Bremsbeläge zweimal im Jahr auf ihren Verschleiß zu überprüfen. Dies geschieht meist schon beim Räderwechsel in der Fachwerkstatt.

Wann die Verschleißgrenze der Bremsbeläge erreicht ist, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Vor allem die Fahrweise und die Qualität des Materials haben hierauf Einfluss.

Als Faustregel gilt, dass die Bremsbeläge nach etwa 50.000 bis 60.000 Kilometern zurückgelegter Fahrstrecke erneuert werden sollten.

Symptome für einen erforderlichen Wechsel der Bremsbeläge

Neben normalem Verschleiß kann auch eine falsche Montage einzelner Komponenten oder ein fester Bremssattel den Austausch der Bremsbeläge erforderlich machen.

  • Die Bremsbelagverschleißanzeige im Kombiinstrument leuchtet auf.
  • Die Stärke der Bremsbeläge hat stark abgenommen.
  • Sie hören beim Fahren „schleifende“ und „reibende“ Geräusche.
  • Starkes „Quietschen“ beim Bremsen durch Verschleißanzeiger.
Bitte beachten Sie, dass die genannten Symptome nicht alle gemeinsam auftreten müssen. Schon eines der genannten Anzeichen kann für verschlissene / verglaste Bremsbeläge sprechen.

Achtung: Wird das Fahrzeug trotz verschlissener Bremsbeläge weiter genutzt, können weitere Schäden an der Bremsscheibe und dem Bremssattel auftreten, was für zusätzliche Kosten sorgt. 

Wechsel der Bremsbeläge

Verschlissene bzw. verglaste Bremsbeläge müssen immer durch neue, vom Hersteller freigegebene Ersatzteile ersetzt werden. Die Verwendung von gebrauchten Autoersatzteilen stellt keine Option dar.

Da sich der Zustand der Bremsbeläge auf die Eigenschaften beim Bremsvorgang auswirkt, sollten sie immer achsweise erneuert werden. Außerdem sollten die Bremsbeläge immer dann gewechselt werden, wenn auch die Bremsscheiben ersetzt werden.

Handelt es sich nur um quietschende Beläge, ist teilweise ein Anfasen möglich, sofern noch ausreichend Belagstärke vorhanden ist. Dann müssen die Beläge nicht komplett ersetzt werden.

Der genaue Ablauf eines Wechsels variiert je nach Fahrzeugmodell. Grundsätzlich kann man aber davon ausgehen, dass das Fahrzeug auf der Hebebühne zunächst angehoben wird, sodass das entsprechende Rad demontiert werden kann.

Nachdem der Bremssattel gelöst und gesichert wurde, kann dieser zurückgestellt werden. Anschließend sollten die Auflageflächen der Beläge gereinigt werden. Im nächsten Schritt werden die neuen Bremsbeläge montiert, sodass auch der Bremssattel wieder festgeschraubt werden kann.

Abschließend muss das Bremspedal mehrmals betätigt werden, sodass der Kolben des Bremssattels wieder an den Belag angelegt wird. Im letzten Schritt wird eine Probefahrt durchgeführt.

Wie beim Bremsscheiben wechseln und Bremsflüssigkeit wechseln, gilt auch für die Bremsbeläge, dass ein Austausch aus Sicherheitsgründen von einer KFZ-Werkstatt durchgeführt werden sollte. Zudem wird für den Wechsel an der Hinterachse häufig Spezialwerkzeug benötigt.

Was kostet es, die Bremsbeläge wechseln zu lassen?

Die Materialkosten für neue Bremsbeläge liegen pro Achse etwa zwischen 60,- und 200,- Euro.

Abhängig sind die Materialkosten dabei von Fahrzeugmodell und Ersatzteilhersteller. Bekannter Hersteller sind ATE, Textar, Mintex, Brembo, Zimmermann oder TRW. 

Der Wechsel der Bremsbeläge zählt zu den am meisten durchgeführten Reparaturen in einer Werkstatt. Der Zeitaufwand beträgt pro Achse etwa 45 bis 90 Minuten.

Ausgehend von einem Stundensatz zwischen 60,- und 130,- Euro ergeben sich somit Arbeitskosten von 45,- bis 195,- Euro.

Insgesamt kommt man gemäß dieser Kalkulation daher auf Gesamtkosten zwischen 105,- und 395,- Euro pro Achse. 

Material / Dienstleistunggeschätzte Preise
Gesamtkosten Wechsel Bremsbeläge (pro Achse)105,- bis 395,- Euro
Bremsbeläge (pro Achse)50,- bis 200,- Euro
Arbeitsaufwand (pro Achse)45,- bis 195,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

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Im Folgenden haben wir für 20 der beliebtesten Fahrzeugmodelle in Deutschland eine preisliche Zuordnung vorgenommen. Diese zeigt den Preisrahmen, in den ein Wechsel der Bremsbeläge bei diesem Modell häufig fällt. Bitte beachten Sie, dass diese Daten nur einen Richtwert darstellen.

Preiskategorie 1: entspricht je nach Modelljahr / Baureihe ca. 105,- bis 180,- Euro pro Achse
Preiskategorie 2: entspricht je nach Modelljahr / Baureihe ca. 150,- bis 250,- Euro pro Achse
Preiskategorie 3: entspricht je nach Modelljahr / Baureihe ca. 250,- bis 395,- Euro pro Achse

  • VW Golf (Preiskategorie 2)
  • VW Passat (Preiskategorie 2)
  • VW Tiguan (Preiskategorie 2)
  • VW Polo (Preiskategorie 1)
  • Audi A3 (Preiskategorie 3)
  • BMW 3er (Preiskategorie 3)
  • Mercedes C Klasse (Preiskategorie 3)
  • VW Touran (Preiskategorie 2)
  • Skoda Oktavia (Preiskategorie 2)
  • Ford Focus (Preiskategorie 2)
  • Audi A4 (Preiskategorie 2)
  • Opel Corsa (Preiskategorie 1)
  • Ford Fiesta (Preiskategorie 1)
  • Opel Astra (Preiskategorie 1)
  • BMW 1er (Preiskategorie 2)
  • BMW 5er (Preiskategorie 3)
  • VW Up (Preiskategorie 1)
  • Mercedes B Klasse (Preiskategorie 3)
  • Audi A6 (Preiskategorie 3)
  • Seat Leon (Preiskategorie 2)

Anforderungen & Aufbau von Bremsbelägen / Bremsklötzen

Die Hauptbelastung von Bremsbelägen entsteht immer dann, wenn das Fahrzeug sehr stark abgebremst wird. Bei diesem Vorgang entsteht viel Hitze, da die Beläge auf die Bremsscheibe gedrückt werden.

Würde das Material keine hohe Temperaturbeständigkeit aufweisen, so würde das Heißlaufen der Bremsen Verformungen oder Strukturveränderungen des Materials nach sich ziehen.

Deshalb sind vor allem die Bremsbeläge Bauteile, an denen hinsichtlich der Qualität nicht gespart werden sollte. Das Bremssystem trägt maßgeblich zur Sicherheit im Straßenverkehr bei.

In jedem Fall sollte auf das Vorhandensein der EU-Norm „ECE-R 90“ geachtet werden, die wichtige Qualitätskriterien für Bremsbeläge definiert.

Bremsbeläge können verschiedenartig aufgebaut sein. Dabei unterscheidet man hauptsächlich zwischen metallischen, nichtmetallischen und keramischen Bremsbelägen. Insbesondere variieren dabei je nach Material die folgenden Eigenschaften:

  • Verhalten der Bremsklötze bei Hitze
  • Geräuschentwicklung beim Bremsen
  • Verschleiß

Ich empfehle jedoch unbedingt, Ihrer Werkstatt die Auswahl der optimalen Bremsbeläge zu überlassen. Sie kann mit entsprechender Software genau ermitteln, welche Bremsbeläge für Ihr Modell vom Hersteller freigegeben sind.

Sprechen Sie dennoch gern an, was Ihnen besonders wichtig ist. So könnte es beispielsweise sein, dass die letzten Bremsbeläge zu einem „Quietschen“ geneigt haben und Sie dies nun unbedingt vermeiden möchten. Außerdem gibt es bspw. Bremsbeläge, die nur zu einer sehr geringen Bremsstaubentwicklung neigen.

Was Sie bei den Bremsbelägen an Ihrem Auto beachten sollten

  • Bremsen zweimal im Jahr beim Räderwechsel überprüfen (lassen).
  • Bei einem Wechsel der Bremsscheiben immer auch die Bremsbeläge erneuern lassen.
  • Preisvergleich durchführen.
  • Wechsel in einer Fachwerkstatt durchführen lassen.

Preisvergleich / Fazit

Die Kosten für den Wechsel der Bremsbeläge können zwischen verschiedenen Werkstätten stark variieren, sind aber vorab sehr gut kalkulierbar.

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