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Luftfilter wechseln – Symptome, Austausch sowie anfallende Kosten einfach und kurz erklärt!

Für die Verbrennung von Kraftstoff in Otto- und Dieselmotoren wird Luft benötigt. Diese muss vorab gefiltert werden, damit kein Dreck in den Motor gelangt. Dafür ist der sogenannte Luftfilter verantwortlich, welcher sich vor dem Ansaugtrakt befindet.

Wann sollte der Luftfilter gewechselt werden?

Luftfilter müssen nach einer bestimmten Zeit erneuert oder – im Falle eines Permanentfilters – gereinigt werden. Das Wartungsintervall variiert dabei je nach Fahrzeugmodell stark.

Als Orientierungswert ist zu nennen, dass der Luftfilter etwa alle 40.000 bis 60.000 Kilometer erneuert bzw. gereinigt werden sollte.

Üblicherweise findet der regelmäßige Austausch im Rahmen der vom Hersteller vorgeschriebenen Inspektionen statt. 

Informationen zum Intervall bei Ihrem Auto finden Sie im Serviceheft oder im Handbuch des Fahrzeugs.

Dennoch kann es – unabhängig vom Erreichen des jeweiligen Wechselintervalls – auch andere Gründe geben, die für einen erforderlichen Wechsel sprechen. Im Folgenden sehen Sie die häufigsten Ursachen:

  • Der Luftfilter ist vorzeitig stark mit Schmutz zugesetzt oder gerissen bzw. eingeknickt. 
  • Die Leistung des Fahrzeugs ist eingeschränkt.
  • Es kommt zu einer Geräuschbildung im Luftfilterkasten.
  • Im Fehlerspeicher ist eine Meldung wie bspw. „Luftmasse Wert unplausibel“ hinterlegt.
Beispiel für die entsprechenden Wechselintervalle im Serviceheft (hier Audi)

So wird der Luftfilter gewechselt

Ein Wechsel des Luftfilters ist bei den meisten Modellen eine simple Angelegenheit.

Der fein strukturierte Papierfilter sitzt in einem sogenannten Filterkasten, welcher sich im Motorraum befindet.

Obwohl sich seine genaue Position je nach Fahrzeugmodell unterscheiden, ist er im Allgemeinen einfach zugänglich, sodass keine oder nur wenige umliegende Bauteile (bspw. der Luftschlauch zur Drosselklappe) demontiert werden müssen.

Der Deckel lässt sich mittels eines Klickverschlusses oder einigen Schrauben lösen, sodass der alte und verdreckte Luftfilter entnommen werden kann. Beim Luftfilter wechseln ist unbedingt darauf zu achten, dass keinerlei Schmutz in die nun offene Ansaugbrücke gelangt.

Auch wenn der Wechsel einfach erscheint, sollte er immer in einer Fachwerkstatt durchgeführt werden. Grund dafür ist, dass ein falscher Einbau dafür sorgen kann, dass der Motor Staub bzw. Dreck anzieht. Dies kann zu weiteren Schäden führen.

Was kostet der Luftfilterwechsel?

Die Materialkosten beim Luftfilterwechsel liegen zwischen 10,- und 60,- Euro. Im oberen Bereich dieser Preisspanne befinden sich vor allem Fahrzeuge, welche zwei Filter verbaut haben. Bekannte Hersteller von Ersatzteilen sind unter anderem Mahle, Filtron, Knecht und Mann.

Der Wechsel dauert in der Regel etwa zwischen 10 und 30 Minuten. Ausgehend von einem Stundensatz zwischen 60,- und 130,- Euro ergeben sich somit Arbeitskosten von 10,- bis 65,- Euro.

Insgesamt ergeben sich daher Gesamtkosten zwischen rund 20,- und 125,- Euro. Meist liegen die Kosten jedoch eher im unteren Bereich dieser Preisspanne. 

Material / Dienstleistunggeschätzte Preise
Gesamtkosten Wechsel Luftfilter20,- bis 125,- Euro
Luftfilter10,- bis 60,- Euro
Arbeitskosten10,- bis 65,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Die Folgen eines verdreckten oder beschädigten Luftfilters

Ist der Luftfilter verschmutzt, kann sich das negativ auf die Leistung des Motors auswirken, da dieser in der Folge eine geringere Luftzufuhr erhält. Dadurch steigt schließlich auch der Kraftstoffverbrauch. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Versagen des Motors kommen, wenn der Luftfilter extrem verstopft ist.

Ist der Filter beschädigt, können angesaugter (und dann nicht mehr korrekt herausgefilterter) Staub und Schmutz dafür sorgen, dass Schäden an Motor und Turbolader entstehen.

Austauschfilter als Alternative

Viele Hersteller bieten sogenannte Austauschfilter an. Dies ist eine Filtermappe, die gereinigt und wiederverwendet werden kann. Das regelmäßige Kaufen eines neuen Filter ist dann nicht mehr erforderlich.

Ein solcher Austauschfilter kostet in der Regel zwar mehr als ein Einwegfilter (etwa ab 40,- Euro erhältlich), kann sich über die Jahre hinweg jedoch amortisieren. 

Er lohnt sich vor allem für Fahrzeuge, die häufig im Gelände oder abseits asphaltierter Straßen unterwegs sind, da die Filter solcher Fahrzeuge mit entsprechend mehr Schmutz- und Staubpartikeln belastet werden.

Leistungssteigerung durch Sportluftfilter

Oftmals wird im Tuning der sogenannte Sportluftfilter eingesetzt. Dadurch werden eine schnellere Beschleunigung sowie ein besserer Sound des Motors angestrebt.

Die Wirkung eines solchen Filters ist umstritten. Außerdem sind die Filter recht grob, sodass die Gefahr einer Verschmutzung höher ist.

Sportluftfilter sind nur dann effektiv, wenn sie kalte Außenluft ansaugen können. Im Motorsport ist deshalb oftmals zu sehen, dass ein Scheinwerfer durch den Sportluftfilter-Pilz ausgetauscht wurde.

Im Zuge des Einbaus gilt: Entweder es ist eine ABE vorhanden oder die verwendeten Teile müssen zunächst von TÜV bzw. DEKRA abgenommen und in den Fahrzeugpapieren vermerkt werden.

Es ist zu beachten, dass nicht alle Sportluftfilter für den Straßenverkehr in Deutschland zugelassen sind.

Was Sie bei dem Luftfilter in Ihrem Auto beachten sollten

  • Lassen Sie den Luftfilter im Rahmen der regelmäßigen Inspektion gemäß der Herstellervorgaben ersetzen.
  • Ein stark verschmutzter oder beschädigter Luftfilter beeinträchtigt die Leistung des Motors und erhöht den Spritverbrauch.
  • Machen Sie einen Preisvergleich.
  • Lassen Sie den Wechsel in einer Fachwerkstatt durchführen.

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