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Fehlerspeicher auslesen am PKW – Aufwand, Kosten und Funktionsweise einfach erklärt!

Moderne Fahrzeuge besitzen zahlreiche elektronische Steuergeräte, welche permanent mit Daten aus verschiedensten Sensoren versorgt werden und damit für eine optimale Funktion des Fahrzeugs sorgen. So wird bspw. die Lambdasondenspannung, die Motortemperatur sowie die Masse der eingehenden Luft erfasst.

Kommt es hier dazu, dass keine oder unplausible Signale erfasst werden, wird eine entsprechende Meldung im Fehlerspeicher des jeweiligen Steuergeräts abgelegt.

Oftmals wird der Fahrer durch ein akustisches Signal oder durch das Aufleuchten einer Warnleuchte auf diesen Fehler hingewiesen. Um ihn interpretieren zu können, muss er über eine Schnittstelle ausgelesen werden.

Wann sollte der Fehlerspeicher ausgelesen werden?

Das Auslesen des Fehlerspeichers lohnt sich immer dann, wenn sich das Fahrzeug anders als gewohnt verhält. So beispielsweise, wenn das Auto in den Notlauf geht oder bestimmte Warn- oder Kontrollleuchten leuchten.

Auslesen des Fehlerspeichers

Das reine Auslesen und Interpretieren des Fehlerspeichers wurde durch das Einführen der sogenannten OBD2(= On Board Diagnose 2)-Schnittstelle sehr vereinfacht. Üblicherweise wird ein genormter Stecker genutzt, um diesen mit einer Buchse des Steuergerätes zu verbinden.

Diese befindet sich in der Regel maximal 60cm vom Lenkrad entfernt und somit häufig im Fußraum des Fahrers, unter dem Aschenbecher bzw. in der Mittelkonsole oder in der Nähe des Handschuhfachs. 

Bei älteren Modellen, die noch nicht der OBD2-Norm entsprechen kann es auch sein, dass sich die Schnittstelle im Motorraum befindet. Dann wird häufig auch noch ein zusätzlicher Adapter benötigt.

Es kann beim Auslesen des Fehlerspeichers vorkommen, dass etwaige störende Elemente – wie Abdeckungen – vorab entfernt werden müssen.

Ist das Auslesegerät angeschlossen, können die Fehlercodes bzw. Fehlermeldungen ausgelesen werden. Durch vorliegende Tabellen oder eine entsprechende Software lassen sich so Rückschlüsse auf die Fehlerursache ziehen. Außerdem kann der Fehlerspeicher zurückgesetzt werden.

Zu beachten ist dabei, dass nicht jedes Fahrzeug mit jedem Diagnosegerät oder jeder Software kompatibel ist. So kann es vor allem bei „exotischen“ Marken schwer werden, eine Werkstatt mit geeigneter Software zu finden. Dann hilft oftmals nur eine entsprechende Vertragswerkstatt.

Übrigens: „Billig“-Diagnosegeräte wie man sie bspw. bei eBay und Co. findet sind nicht zu empfehlen, da sie im schlimmsten Fall für erhebliche Fehlfunktionen sorgen können.
OBD-Schnittstelle zur Fehlerdiagnose

Was kostet es, den Fehlerspeicher auslesen zu lassen?

Üblicherweise werden für das Auslesen und Löschen des Fehlerspeichers nur einige Handgriffe benötigt, sodass von einer Arbeitszeit von rund 15 Minuten ausgegangen werden kann.

Das reine Ansehen und Auslesen kostet in der Regel zwischen 15,- Euro und 30,- Euro. Oft ist es im Rahmen der Diagnose auch deutlich günstiger und in der Werkstatt des Vertrauens gern auch mal kostenfrei ;-).

Aufwendiger ist es, wenn beim Auslesen eine geführte Fehlersuche durchgeführt wird. Dabei erfolgt die Eingrenzung der Fehlerursache über eine bestimmte Software, welche verschiedene Diagnoseschritte vorschlägt. Der Aufwand variiert hier je nach Problemursache.  So kann die entsprechende Software bspw. eine Spannungsmessung an einer bestimmten Leitung benötigen.

Mehrkosten entstehen dann, wenn die Fehler schwerwiegend sind und sofort behoben werden müssen oder weitere Diagnoseschritt wie bspw. eine Kompressionsprüfung erforderlich sind. 

Informationen zu den Kosten für einen Großteil der Reparaturen am PKW finden Sie auf unserer Website. Nutzen Sie dafür einfach unsere Suchfunktion.

Funktionsweise des Fehlerspeichers

Jede Steuereinheit im Fahrzeug enthält einen Fehlerspeicher, sodass das Diagnosegerät im Endeffekt Fehlercodes von verschiedensten Modulen erhält.

Dennoch können im Fehlerspeicher nur elektronische Fehler hinterlegt werden. Im Falle eines mechanischen Defekts gibt es bestenfalls durch andere Sensoren indirekte Hinweise auf die Problemursache.

Bei der Auswertung der Fehler unterscheidet man zwischen statischen und sporadischen Fehlern. Statische Fehler werden langfristig gespeichert und verschwinden nicht aus dem Fehlerspeicher. Sporadische Fehler werden jedoch gelöscht, sofern Sie über einen bestimmten Zeitraum hinaus nie wieder aufgetreten sind.

Preisvergleich / Fazit

Das Auslesen des Fehlerspeichers kann häufig wertvolle Hinweise auf die Ursache eines Problems am Fahrzeug geben. Die Kosten können zwischen den verschiedenen Werkstätten variieren. Es empfiehlt sich mehrere, unverbindliche Festpreis-Angebote einzuholen, damit Sie für sich den passenden Anbieter finden.

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