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Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber – mittlerweile zusammen mit vier KFZ-Mechatronikern – seit dem Jahr 2010. Unser Ziel ist es, Ihnen einen Wissensvorsprung für den nächsten Werkstattbesuch zu bieten – egal welches Modell Sie fahren!
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Erhöhter Kraftstoffverbrauch? Mögliche Ursachen einfach und kurz erklärt!

Der Kraftstoffverbrauch eines Autos ist von verschiedenen Faktoren abhängig. So benötigt ein Wagen je nach Fahrweise, Jahreszeit und Zuladung mal mehr und mal weniger Kraftstoff.

Den größten Einfluss auf den Verbrauch hat – neben der Bauweise bzw. den Markmalen des Fahrzeugs selbst – die Fahrweise.

Wenn Sie gerne sportlich unterwegs sind, können Sie den Spritverbrauch leicht in die Höhe treiben, aber auch wieder senken, indem Sie Ihren Gasfuß zügeln und Ihr Fahrverhalten anpassen.

Aufmerksam sollten Sie hingegen werden, wenn Sie Ihre Fahrweise nicht bewusst verändert haben, der Kraftstoffverbrauch aber dennoch gestiegen ist.

In einigen Fällen ist der erhöhte Verbrauch ein Symptom für einen bereits bestehenden oder sich ankündigenden Defekt, den Sie dringend von einer Werkstatt beheben lassen sollten.

Mögliche Ausprägungen eines erhöhten Kraftstoffverbrauchs

Bei plötzlich auftretenden Fehlern in der Motorsteuerung oder mechanischen Defekten kann der Kraftstoffverbrauch schlagartig um mehrere Liter ansteigen. Gelegentlich klettert die Verbrauchsanzeige sogar auf das Doppelte des Normalwerts.

Und das ohne, dass die Ursache für Laien erkennbar ist oder sich das Fahrverhalten des Autos spürbar verändert hat. Bei einem so starken Anstieg des Benzin- oder Dieselverbrauchs sollten Sie keine Zeit verlieren und sofort eine Werkstatt aufsuchen.

Doch längst nicht bei jedem Fehler oder Defekt steigt der Kraftstoffverbrauch derart offensichtlich an. Manchmal erhöht er sich auch nur um wenige Prozent, ist aber trotzdem messbar und lässt sich nicht durch die Fahrweise oder andere Faktoren erklären.

Auch in diesem Fall lohnt es sich, der Ursache in einer Werkstatt auf den Grund zu gehen. Denn möglicherweise handelt es sich nur um einen Vorboten eines noch größeren Defekts, der sich durch frühzeitiges Handeln abwenden lässt.

Andere Auslöser ausschließen

Bevor Sie wegen des gestiegenen Kraftstoffverbrauchs eine Werkstatt aufsuchen, sollten Sie noch einmal überprüfen, ob es wirklich keine andere Erklärung für den Anstieg gibt. Zu den leicht selbst zu behebenden Auslösern zählen:

  • Falscher Reifendruck: Ein zu geringer Reifendruck erhöht den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch des Autos. Und das um bis zu 30 Prozent! Im Handbuch Ihres Autos finden Sie den optimalen Reifendruck für Ihr Fahrzeug.
  • Dachboxen und Gepäckträger: Trägersysteme und Gepäckboxen verschlechtern die Aerodynamik des Autos, wodurch sich der Spritverbrauch um 20 bis 40 Prozent erhöhen kann. Montieren Sie die Systeme deshalb direkt nach dem Gebrauch wieder ab.
  • Heck-Fahrradträger: Auch Fahrradträger für das Heck verschlechtern die Luftströmung am Fahrzeug und erhöhen den Kraftstoffverbrauch – nicht selten um 20 bis 30 Prozent. Bei Nichtgebrauch sollten Sie die Träger deshalb immer abmontieren.

Mögliche Ursachen für einen erhöhten Kraftstoffverbrauch

Sind leicht zu behebende Ursachen wie falscher Reifendruck oder Gepäckträger nicht für den Anstieg des Kraftstoffverbrauchs verantwortlich, ist die Fahrt in eine Werkstatt ratsam.

Sie kann eine genauere Ursachenanalyse durchführen und anschließend die erforderlichen Schritte für eine Reparatur oder einen Austausch der entsprechenden Komponenten einleiten.

Nachfolgend haben wir für Sie die häufigsten Ursachen auf einen Blick zusammengefasst:

Defekte Sensoren

Moderne Motoren verfügen über eine Vielzahl von Sensoren, die während der Fahrt verschiedene Parameter erfassen, um beispielsweise das optimale Kraftstoff-/Luft-Gemisch zu berechnen.

Zu den wichtigsten Sensoren zählen unter anderem der Luftmassenmesser, die Lambdasonde, der Klopfsensor, der Kühlmitteltemperatursensor, der Kraftstoffdrucksensor und der Lufttemperatursensor.

Ist einer dieser Sensoren defekt, kann das die Kraftstoffverbrennung beeinflussen und den Spritverbrauch erhöhen. So kann ein defekter Kühlmitteltemperatursensor bspw. dafür sorgen, dass das Motorsteuergerät davon ausgeht, das der Motor kalt ist. Dann wird dadurch mehr Kraftstoff eingespritzt als erforderlich.

Problem beheben

In der Werkstatt kann oftmals leicht ermittelt werden, welcher Sensor ausgefallen ist oder falsche Daten liefert. Handelt es sich um ein defektes Kabel, ist oftmals eine Reparatur möglich. Ist der Sensor selbst defekt, hilft meist nur ein Austausch durch ein neues Bauteil.

Die Kosten für den Wechsel hängen maßgeblich von der Art des Sensors ab.

Schleifende Bremsen

Die Bremsen sollen das Auto eigentlich nur bei Betätigung des Bremspedals verzögern. Sitzt jedoch der Bremssattel durch einen Defekt fest, übt er dauerhaft mehr oder weniger Druck auf die Bremsscheibe aus. Beim Fahren mit festsitzender Bremse steigt der Kraftstoffverbrauch durch den permanenten Widerstand an.

Problem beheben

Ein festsitzender Bremssattel ist ein Fall für die Werkstatt. Sie muss den Sattel lösen und eventuell in Mitleidenschaft gezogene Teile wie Bremsbeläge und Bremsscheibe austauschen. Je nach Umfang des Schadens und Fahrzeugmodell bewegen sich die Kosten zwischen 200,- und bis zu 1.000,- Euro.

Verstopfter Luftfilter

Für eine optimale Kraftstoffverbrennung muss der Motor atmen können. Ein verstopfter Luftfilter versorgt das Aggregat nicht mehr ausreichend mit dem dringend benötigten Sauerstoff. Die Folge: Eine schlechtere Verbrennung sorgt für einen Anstieg des Spritverbrauchs um bis zu 2 Liter pro 100 Kilometer.

Problem beheben

Die einzige Lösung ist ein Wechsel des verschmutzten Luftfilters. Der Austausch sollte etwa alle 60.000 Kilometer erfolgen und ist in den vom Hersteller vorgeschriebenen Inspektionen normalerweise enthalten.

Die Kosten für die einfache und schnell erledigte Reparatur belaufen sich je nach Fahrzeug auf etwa 40,- bis 100,- Euro.

Verstopfte Einspritzventile bzw. Einspritzdüsen / Injektoren

Die Kraftstoffeinspritzung ist im Motor für das Zerstäuben des Kraftstoffs zuständig. Mit der Zeit können die – je nach Bauweise vorhandenen – Ventile bzw. Düsen durch Ablagerungen verstopfen.

In der Folge funktioniert die Verbrennung nicht mehr optimal. Dies macht sich durch ein Absinken der Leistung, einen Anstieg des Kraftstoffverbrauchs und häufig auch durch einen unrunden Motorlauf bemerkbar.

Problem beheben

In einigen Fällen ist eine Reinigung der verstopften Düsen / Injektoren möglich. Die Kosten belaufen sich dann auf etwa 20,- bis 50,- Euro pro Stück. Ist eine Reinigung nicht mehr möglich, kommt nur ein Austausch infrage.

Die Kosten für den Wechsel der Düsen / Injektoren können sich von einigen Hundert Euro auf bis zu mehr als 1.000 Euro belaufen. Hier lohnt es sich, vor dem Beauftragen einer Werkstatt mehrere unverbindliche Angebote einzuholen.

Weitere mögliche Ursachen

Neben den genannten kommen noch weitere Ursachen für einen erhöhten Kraftstoffverbrauch infrage:

  • Defekte Magnetkupplung: Eine defekte Magnetkupplung kann dazu führen, dass der Klimakompressor ständig in Betrieb ist und somit eine Erhöhung des Spritverbrauchs verursacht.
  • Undichter Krümmer / Krümmerdichtung: Ein undichter Krümmer kann dafür sorgen, dass es falsches Lambdasondensignal ermittelt wird und dadurch die Kraftstoffeinspritzung nicht korrekt arbeiten kann.
  • Defekte Abgasrückführung: Hier führen Probleme – bspw. am AGR-Ventil – meist zu einer eingeschränkten Leistung welche dann häufig durch ein verstärktes „Gasgeben“ kompensiert wird. Dies sorgt dann ebenfalls für einen höheren Kraftstoffverbrauch.

Fazit

Die Ursachen für einen steigenden Kraftstoffverbrauch können sehr unterschiedlich sein. Häufig sind eine sportliche Fahrweise, ein zu geringer Reifendruck oder Verschleißerscheinungen wie ein zu alter Luftfilter verantwortlich.

Lässt sich der Mehrverbrauch jedoch nicht erklären, sollten Sie immer eine Werkstatt aufsuchen. Sie kann den Auslöser identifizieren und den möglichen Defekt beseitigen.

TIPP: Fahren Sie in keine Werkstatt, bevor Sie den aktuellen Wert Ihres Fahrzeugs ermittelt haben. So wissen Sie vorab immer genau, bis zu welchen Kosten sich eine Reparatur noch lohnt!

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