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Hi, ich bin Paul und ich betreibe diesen Online-Ratgeber – mittlerweile zusammen mit vier KFZ-Mechatronikern – seit dem Jahr 2010. Unser Ziel ist es, dir einen Wissensvorsprung für den nächsten Werkstattbesuch zu bieten – egal welches Modell du fährst!
PS: Du bist neugierig wie es dazu kam? Hier erfährst du mehr über die Geschichte dahinter!
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Halogen, Xenon oder LED Scheinwerfer defekt? Reparatur / Austausch und Kosten einfach erklärt!

Scheinwerfer sind essenzielle Bestandteile von Kraftfahrzeugen, durch die eine ausreichende Sicht sowie eine gute Erkennbarkeit des eigenen Fahrzeugs für den Gegenverkehr sichergestellt wird.

Grundsätzlich werden drei Arten von Scheinwerfern unterschieden:

  1. Halogen-Scheinwerfer (Glühlampe)
  2. Xenon-Scheinwerfer (bestückt mit mindestens einem Xenon-Brenner)
  3. LED-Scheinwerfer (LED-Module als Leuchtmittel)

Die genannte Reihenfolge entspricht der Leuchtkraft und damit in aller Regel auch den Kosten für ein Ersatzteil. Das heißt, dass LED-Scheinwerfer die höchste Leuchtkraft haben, aber im Austausch auch am teuersten sind. 

Symptome defekter Scheinwerfer

Die häufigsten Ursachen für defekte Scheinwerfer sind ein Unfall, Wassereintritt durch undichte Stellen oder ein erhöhter Verschleiß aufgrund von Alterung.

Wie so oft, gibt es verschiedene Anzeichen, die für einen Defekt sprechen können. Im Folgenden sehen Sie eine Auswahl der häufigsten Symptome:

  • unzureichendes Licht
  • Fehlermeldung im Bordcomputer

Leuchtet ein Scheinwerfer nicht korrekt und liegt die Ursache nicht beim Leuchtmittel, handelt es sich in der Regel um einen Defekt am Scheinwerfer. Bei Xenon oder LED-Scheinwerfern kann zudem ein Problem mit dem Steuergerät oder der Leuchtweitenregelung vorliegen.

Übrigens: Oftmals ist die Ursache für einen erforderlichen Wechsel der Scheinwerfer gar kein Defekt, sondern die Tatsache, dass diese matt (auch als „blind“ bezeichnet) sind und so keine ausreichende Leuchtkraft mehr haben. Dann können sie für ein Nichtbestehen der Hauptuntersuchung (TÜV) sorgen.

Um die Hauptuntersuchung zu bestehen müssen sie entweder ausgetauscht oder aufgearbeitet (Polieren / Glas tauschen) werden. Dies ist in einzelnen Werkstätten möglich und vor allem bei Xenonscheinwerfern effektiv.

Reparatur / Wechsel von Scheinwerfern

Zunächst stellt sich die Frage, ob eine Reparatur / Instandsetzung möglich ist, oder ob der Scheinwerfer komplett ausgetauscht werden muss.

Bei modernen Fahrzeugen ist ein problemloser Austausch einzelner Komponenten nahezu unmöglich, weil alle Bauteile fest miteinander verklebt sind.

Handelt es sich jedoch bei Xenon- oder LED-Scheinwerfern um Probleme mit einzelnen Anbauteilen (Scheinwerfer-Steuergerät, Motor der Leuchtweitenregelung etc.) können diese in der Regel auch einzeln getauscht werden.

Der Aufwand für den Ausbau eines oder beider Scheinwerfer kann je nach Fahrzeugmodell stark variieren.

Einige Autos setzen eine Hebebühne sowie die Demontage der Stoßstange voraus. Bei anderen Fahrzeugen lässt sich das Scheinwerfermodul durch das Lösen gut erreichbarer Schrauben demontieren.

Ist das geschehen, können entweder Reparaturen vorgenommen oder der gesamte Scheinwerfer ersetzt werden.

Nach Arbeiten an den Scheinwerfern müssen diese von der Fachwerkstatt vorschriftsgemäß eingestellt werden. Damit kann eine Blendung des Gegenverkehrs reduziert werden. Zudem besteht man anderenfalls die Hauptuntersuchung nicht!

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Was kostet es, die Scheinwerfer wechseln zu lassen?

Die Gesamtkosten für den Wechsel können ja nach Fahrzeugmodell und Art der Scheinwerfer stark variieren.

Die Materialkosten für einen neuen Halogen-Scheinwerfer liegen je nach Fahrzeugmodell und Ersatzteilhersteller etwa zwischen 80,- und 250,- Euro.

Xenon-Scheinwerfer sind teurer und liegen preislich etwa zwischen 500,- bis 1.500,- Euro pro Scheinwerfer.

LED-Scheinwerfer können noch deutlich teurer sein und pro Stück bis zu 2.000,- Euro kosten.

Ein bekannter Hersteller ist Hella.

Für den Wechsel eines einzelnen Scheinwerfers werden meist zwischen einer halben und zwei Stunden benötigt. Der genaue Zeitaufwand ist abhängig davon, wie viele andere Bauteile zum Wechsel demontiert werden müssen.

Ausgehend von einem Stundensatz zwischen 60,- und 130,- Euro ergeben sich somit Arbeitskosten von 30,- bis 260,- Euro.

TIPP: Fahr in keine Werkstatt, bevor du den aktuellen Wert deines Fahrzeugs ermittelt hast. So weißt du vorab immer genau, bis zu welchen Kosten sich eine Reparatur noch lohnt!

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Halogenscheinwerfer (Leuchtmittel H7)

Halogen, Xenon, LED: Funktionsweise und Unterschiede von Autoscheinwerfern

Halogen – günstig, einfache Wartung, aber geringe Lichtausbeute

Halogenlampen sind eine Weiterentwicklung der Glühbirne. Sie bestehen aus einem Glaskolben, dessen Inneres mit Halogengas gefüllt ist. Für den Betrieb wird ein gewendelter Draht aus Wolfram unter Spannung gesetzt.

Das bringt das Gas zum Glühen, was das für Halogen typische gelbliche Licht erzeugt. Die erste Halogenlampe (H4) wurde 1971 im Mercedes SL (R107) verbaut. Sie bot die doppelte Sichtweite wie die bis dahin verbreitete Glühbirne. Moderne Halogenscheinwerfer kommen auf etwa 140 Meter.

Die Vorteile der Halogen-Technologie sind ihr günstiger Anschaffungspreis und die einfache Wartung. Bei einem Defekt lassen sich die Birnen mit wenigen Handgriffen auswechseln und zu einem kleinen Preis ersetzen.

Ersatzbirnen finden sich zum Beispiel an jeder Tankstelle. Demgegenüber steht die oft geringe Lichtausbeute von Halogenscheinwerfern, die sich auf Überlandfahrten und auf kurvigen Strecken bemerkbar macht. Hinzu kommt die kurze Haltbarkeit der Halogenleuchtmittel.

Xenon – hohe Lichtausbeute und geringer Verschleiß

Das erste Xenonlicht kam 1991 im BMW der 7er-Reihe zum Einsatz. Im Gegensatz zur Halogenlampe befindet sich in der Xenonlampe keine Glühwendel. Das führt zu einer Lichtfarbe, die Tageslicht ähnelt.

Stattdessen sind in dem mit Xenon-Gas gefüllten Glaskolben zwei Elektroden verbaut, zwischen denen sich unter Stromzufuhr durch Gasentladung ein Lichtbogen bildet. Im Vergleich zur Halogenlampe bietet das Xenonlicht eine höhere Reichweite von bis zu 240 Metern.

Vorteile von Xenonlicht gegenüber Halogen sind unter anderem die gleichmäßigere Lichtausbeute, der geringere Energieverbrauch und die höhere Reichweite.

Auch die längere Haltbarkeit von Xenon-Leuchtmitteln spricht für die Technologie, denn ein Wechsel der Leuchtmittel ist nur selten nötig. Meist halten die Xenonlampen ein Fahrzeugleben lang.

Die Kosten sind zu Beginn jedoch höher als bei Halogenscheinwerfern, da Xenon bei vielen Herstellern noch zum optionalen Zubehör zählt.

LED – moderne Optik, starke Helligkeit und Energieeffizienz

Nach Blinkern und Rücklichtern gibt es seit 2006 auch Voll-LED-Scheinwerfer. Den Anfang machte hier der Audi R8, der dank einer Sondergenehmigung die neuen Leuchten einsetzen durfte. Typisch für die LED (Light-emitting Diode) ist ein helles, häufig leicht bläuliches Licht.

Im Inneren der LED findet sich weder eine Glühwendel noch Gas. Stattdessen wird das Licht mithilfe einer Anode und einer Kathode, einem LED-Chip, dem sogenannten Bonddraht, einer Phosphorschicht und einer Kunststofflinse erzeugt.

Dabei entsteht – im Gegensatz zu den anderen Technologien – kaum Abwärme. Die Reichweite von LED-Scheinwerfern ist etwa mit der von Xenon-Scheinwerfern vergleichbar.

Die Vorteile von LED-Scheinwerfern sind die hohe Lichtausbeute bei geringem Energieverbrauch, die sehr hohe Lebensdauer der LED-Module sowie ihre Robustheit gegenüber äußeren Einflüssen.

Nachteile sind jedoch die vergleichsweise hohen Kosten bei der Anschaffung sowie beim Austausch. Sollte eine LED defekt sein, muss das gesamte Modul ausgewechselt werden. Das ist häufig nicht mit einigen Handgriffen erledigt, sondern erfordert einen Werkstattaufenthalt.

Leuchtweitenregulierung bei Scheinwerfern

Man unterscheidet zwischen Modellen mit und ohne automatischer Leuchtweitenregulierung.

Bei Xenon – und LED-Scheinwerfern mit einem Lichtstrom über 2.000 Lumen ist eine automatische Regelung vorgeschrieben, da der Gegenverkehr anderenfalls zu stark geblendet werden kann.

Einzelne Herstellern legen die Xenon- und LED-Scheinwerfern in bestimmten Modellen jedoch bewusst so aus, dass sie unter 2.000 Lumen liegen. Damit kann die automatische Leuchtweitenregulierung und die Scheinwerferreinigungsanlage eingespart werden.

Bei der manuellen Leuchtweitenregulierung wird der Scheinwerfer entweder direkt (ältere Modelle) kalibriert oder mithilfe eines Drehrades am Armaturenbrett (neuere Modelle) gesteuert.

Der Grad der Leuchtweite muss hier immer abhängig vom Beladungszustand des Autos gemacht werden.

Hat man beispielsweise den Kofferraum voll beladen, wird das Heck des Fahrzeuges nach unten gedrückt und sorgt so dafür, dass der Scheinwerfer weiter nach oben (und damit besonders unangenehm für den Gegenverkehr) leuchtet.

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