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Mein Name ist Paul Winkler und ich betreibe diesen Online-Ratgeber – mittlerweile zusammen mit vier KFZ-Mechatronikern – seit dem Jahr 2010. Unser Ziel ist es, Ihnen einen Wissensvorsprung für den nächsten Werkstattbesuch zu bieten – egal welches Modell Sie fahren!
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Ölpumpe defekt – typische Anzeichen, Reparatur / Wechsel sowie anfallende Kosten einfach und kurz erklärt!

Fahrzeugmotoren sind auf die permanente Schmierung mit Motoröl angewiesen. Dieses senkt den Verschleiß, schützt empfindliche Teile vor Überhitzung, transportiert Verbrennungsrückstände ab und verhindert Korrosion.

Für die permanente Ölversorgung ist eine sogenannte Ölpumpe (auch als Ölförderpumpe bzw. Öldruckpumpe bezeichnet) verantwortlich. 

Diese befindet sich in der Ölwanne und pumpt konstant Schmiermittel in den Ölkreislauf. Ihre wichtigste Aufgabe ist es, für einen gleichbleibenden Öldruck zu sorgen. Kommt es zu einem Defekt der Ölpumpe, sinkt der Druck ab und die Versorgung mit Motoröl kommt zum Erliegen.

Meistens mit verheerenden Folgen für den Motor! Denn sobald kein Öl mehr fließt, droht ein kapitaler Motorschaden. Deshalb sollten Sie schon bei dem Verdacht auf eine kaputte Ölpumpe sofort anhalten und eine Werkstatt kontaktieren!

Symptome / Anzeichen einer defekten Ölpumpe

Die häufigste Ursache eines Defekts ist Alterung bzw. Verschleiß im Inneren der Pumpe. Arbeitet sie nicht mehr korrekt, gibt meist nur die Öldruckkontrollleuchte einen Hinweis auf Probleme im Ölkreislauf. Dies kann sich folgendermaßen äußern:

  • Die Öldruckkontrollleuchte leuchtet oder blinkt.
  • Die Öldruckkontrollleuchte geht erst nach längerer Zeit und nicht direkt nach dem Motorstart aus.

Das Ölkannen-Symbol leuchtet allerdings bspw. auch dann dauerhaft, wenn der Ölstand zu niedrig oder eine Ölleitung im Auto geborsten ist. Genaue Details wie bspw. eine Meldung im Fehlerspeicher mit der Warnung „Öldruck zu niedrig“ kann häufig erst die Werkstatt mit einem Diagnosetester auslesen.

Achtung: Um keinen Motorschaden zu riskieren, sollten Sie das Auto in jedem Fall sofort zum Stillstand bringen und eine Werkstatt oder einen Pannendienst mit dem Abschleppen beauftragen.

Denn bereits wenige Meter zu viel können zum Festlaufen des Motors oder zu einem Kolbenfresser führen, was eine Reparatur von meist mehreren Tausend Euro zur Folge hat.

Womit kann eine defekte Ölpumpe verwechselt werden?

Eventuell handelt es sich gar nicht um eine defekte Ölpumpe sondern lediglich um ein zugesetztes Ölsieb welches dafür sorgt, dass die Pumpe nicht korrekt arbeiten kann.

Ist dies der Fall muss das Sieb gereinigt oder ersetzt werden. 

Möglicherweise handelt es sich auch nicht um einen Defekt an der Ölpumpe selbst, sondern lediglich um ein Problem beim Antrieb. So wird die Ölpumpe beim Golf 6 TSI bspw. über eine Kette angetrieben, welche sich längen kann und dann Geräusche verursacht. Im schlimmsten Fall könnte sie auch reißen.

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Zuletzt aktualisiert am 31.01.2020 um 17:23 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Reparatur oder Wechsel der Ölpumpe

Zunächst stellt sich die Frage, ob eine Reparatur / Instandsetzung möglich ist, oder ob die Ölpumpe komplett ausgetauscht werden muss.

Um die Diagnose einer defekten Ölpumpe abzusichern, führt die Werkstatt unter anderem eine Messung des Öldrucks durch. Lässt dieser auf einen Defekt der Pumpe schließen, bleibt meist nur der Wechsel gegen ein neues Teil.

Denn eine Reparatur der Ölpumpe ist oft unwirtschaftlich und das Risiko für ein erneutes Auftreten des Defekts groß.

Den Wechsel der Ölpumpe sollte eine Fachwerkstatt übernehmen. Sie verfügt über das erforderliche Fachwissen und kann das Altöl ordnungsgemäß entsorgen. Zudem ist für den Austausch Spezialwerkzeug erforderlich.

Der genaue Ablauf des Wechsels variiert je nach Fahrzeugmodell. Zunächst wird das Fahrzeug auf einer Hebebühne nach oben gefahren, sodass der Unterfahrschutz demontiert werden kann. Anschließend wir das Motoröl abgelassen.

Danach kann die Motorölwanne demontiert werden. In dieser befindet sich die Ölpumpe. Diese muss nun von ihrem Antrieb (meist eine Kette) getrennt werden. Anschließend kann sie ausgebaut werden.

Im Zuge des Wechsels gegen ein neues Bauteil ist es wichtig, auch alle umliegenden Dichtungen zu erneuern. Danach werden alle demontierten Bauteile wieder zusammengebaut.

Nachdem alle Teile wieder zusammengebaut wurden, wird der Motor mit neuem Motoröl befüllt. Danach kann eine Prüfung des Öldrucks und eine abschließende Probefahrt durchgeführt werden.

Übrigens: Im Zuge des Austauschs sollte auch das Ölsieb und der Ölfilter erneuert werden. So können zukünftige Folgeschäden aufgrund von Verschmutzungen vermieden werden.

Was kostet der Austausch einer Ölpumpe?

Die Gesamtkosten für den Wechsel der Ölpumpe können stark variieren. Sie sind von der Art der Pumpe und den damit verbundenen Ersatzteilpreisen sowie dem Aufwand für einen Wechsel beim jeweiligen Fahrzeugmodell abhängig. 

Die Materialkosten für eine neue Ölpumpe liegen meist zwischen 50,- und 500,- Euro. Abhängig sind die Preise vor allem von Fahrzeugmodell und Ersatzteilhersteller. Bekannte Hersteller sind Pierburg, Febi, Vaico und Kolbenschmidt.

Hinzu kommen außerdem die Kosten für das neue Motoröl und einen neuen Ölfilter. Hier kann man je nach erforderlicher Ölmenge mit Kosten zwischen 35,- und 130,- Euro rechnen.

Im Durchschnitt beläuft sich der Arbeitsaufwand für den Aus- und Einbau einer Ölpumpe auf etwa 2,5 bis 5 Stunden. Ausgehend von einem Stundensatz zwischen 60,- und 130,- Euro ergeben sich somit Arbeitskosten von 150,- bis 650,- Euro.

Insgesamt kommt man gemäß dieser Kalkulation daher auf Gesamtkosten zwischen 235,- und 1.180,- Euro.

Übrigens: Handelt es sich um ein Fahrzeug mit geringer Laufleistung, kann ein Kulanzantrag eine sinnvolle Option sein.

Ölpumpe wechseln – Kosten in tabellarischer Übersicht

Material / Dienstleistunggeschätzte Preise
Gesamtkosten Austausch Ölpumpe235,- bis 1.180,- Euro.
Materialkosten Ölpumpe50,- bis 500,- Euro
Arbeitsaufwand150,- bis 650,- Euro
Motoröl + Ölfilter35,- bis 130,- Euro
 Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.
TIPP: Fahren Sie in keine Werkstatt, bevor Sie den aktuellen Wert Ihres Fahrzeugs ermittelt haben. So wissen Sie vorab immer genau, bis zu welchen Kosten sich eine Reparatur noch lohnt!

Nutzen Sie dafür einfach das nachfolgende Formular von wirkaufendeinauto.de (100% kostenfrei & unverbindlich!).

Wie funktioniert eine Ölpumpe?

Die klassische Zahnrad-Ölpumpe sitzt in der Ölwanne und ist über zwei Leitungen in den Ölkreislauf des Motors eingebunden. Über eine Leitung saugt sie das Öl aus der Ölwanne an. Über die andere pumpt sie das zuvor im Ölfilter gesäuberte Öl zurück in den Kreislauf.

Für die Beförderung des Öls sorgen zwei Zahnräder im Inneren der Ölpumpe. Sie halten während der Fahrt den Öldruck konstant und sorgen dafür, dass das Öl in jeden Winkel des Motors gelangt.

Neben Zahnradpumpen kommen in PKWs auch Sichelpumpen und Rotorpumpen zum Einsatz. Ein Vorteil der Sichel-Ölpumpe ist ihre größere Förderleistung und der höhere Öldruck bei geringerer Motordrehzahl im Vergleich zur Zahnradpumpe.

Diese Vorteile bietet auch die Rotorpumpe, die zudem einen sehr ruhigen Lauf hat.

Übrigens: Pro Auto ist immer nur eine Ölpumpe verbaut!

Was sollte man beim Wechsel der Ölpumpe beachten?

  • Entscheiden Sie sich bei einem Austausch der Ölpumpe für ein Original- oder Identteil!
  • Verzichten Sie auf eine Reparatur der Ölpumpe, denn ein erneuter Defekt lässt sich nicht ausschließen!
  • Vergleichen Sie die Angebote verschiedener Werkstätten. Bei einem Wechsel der Ölpumpe in der richtigen Werkstatt können Sie viel Geld sparen!

Fazit

Eine defekte Ölpumpe ist ärgerlich, weil ihr Austausch häufig mit hohen Kosten verbunden ist. Wenn Ihr Motor den Ausfall der Pumpe jedoch schadlos überstanden hat, können Sie sich trotz der Kosten glücklich schätzen.

Denn in den meisten Fällen enden Defekte dieser Art mit einem Motorschaden, dessen Reparatur regelmäßig mehrere Tausend Euro kostet.

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