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Zündkerzen defekt – Symptome, Wechsel / Reinigung sowie anfallende Kosten einfach und kurz erklärt!

Gelangt das Benzin in die Brennräume eines Ottomotors, muss es dort – im Gegensatz zum Diesel in Dieselmotoren – „manuell“ entzündet werden.

Dies geschieht durch Zündkerzen, welche einen sogenannten Zündfunken in den Zylinder geben. Dieser ist heiß genug, um das Benzin-Luft-Gemischs direkt zu entflammen.

Unter anderem aufgrund großer Temperatur- und Druckschwankungen sind die Zündkerzen einer sehr hohen Beanspruchung ausgesetzt.

Wie erkennt man defekte Zündkerzen?

Wie so oft, gibt es verschiedene Anzeichen, die für einen Defekt sprechen können. Im Folgenden sehen Sie eine Auswahl der häufigsten Symptome:

  • Das Fahrzeug hat einen unrunden Motorlauf und / oder einen unrunden Leerlauf.
  • Das Auto hat eine eingeschränkte Leistung.
  • Das Auto hat spürbare Fehlzündungen.
  • Das Fahrzeug hat einen erhöhten Kraftstoffverbrauch.
  • Die Abgasuntersuchung wurde nicht bestanden.
  • Meldung im Fehlerspeicher wie bspw. „Fehlzündung Zylinder X“ oder „Verbrennungsaussetzer Zylinder Y“
Bitte beachten Sie, dass die genannten Symptome nicht alle gemeinsam auftreten müssen. Schon eines der genannten Anzeichen kann für defekte Zündkerzen sprechen.

Weiterfahren mit defekten Zündkerzen?

Ist das Auto weiterhin in Benutzung, obwohl eine oder mehrere Zündkerzen defekt sind, kann es aufgrund der Fehlzündungen zu Schäden am Katalysator und im Brennraum kommen. Zudem können die Zündspulen beschädigt werden.

Womit können defekte Zündkerzen verwechselt werden?

Eventuell sind die Zündkerzen gar nicht defekt. Stattdessen können einige der oben genannten Symptome ebenfalls durch ein defektes Zündkabel, eine defekte Zündspule oder ein defektes Einspritzventil auftreten.

Hier muss die Werkstatt zunächst sicherstellen, dass tatsächlich die Zündkerzen die Problemursache darstellen.

So werden die Zündkerzen gewechselt

Defekte Zündkerzen können nicht instand gesetzt werden und müssen daher durch Neuteile ersetzt werden.

In der Regel werden dabei gleich alle Kerzen ersetzt, da man hier von einem ähnlichen Verschleiß ausgehen kann. Pro Zylinder gibt es jeweils 1 Zündkerze. Ein 4-Zylinder-Motor besitzt daher 4 Zündkerzen.

Gebrauchte Ersatzteile stellen aufgrund der vergleichsweise geringen Materialkosten keine Option dar, da hier Alter und Verschleiß nicht ersichtlich sind.

In den meisten Serviceplänen der Hersteller ist ein Wechsel nach 40.000 bis 80.000 Kilometern vorgesehen. Im Endeffekt hängt die Lebensdauer von Zündkerzen jedoch von einigen Faktoren ab, sodass das Wechselintervall variiert.

Oftmals entstehen Probleme, weil minderwertige Kraftstoffe und Öle verwendet wurden. In diesem Falle verrußen die Zündkerzen, müssen aber lediglich abgebürstet werden, damit das reibungslose Überspringen des Zündfunken wieder gewährleistet ist.

Der Aus- und Einbau der Zündkerzen gestaltet sich in der Regel recht einfach. Erforderlich ist hierfür jedoch Fachwissen und ein sogenannter Kerzenschlüssel.

Nachdem die Motorabdeckung demontiert wurde, müssen noch die Zündspulen oder die Zündkabel demontiert werden. Anschließend sind die Kerzen im Zylinderkopf leicht zugänglich und können aus ihrem Gewinde gedreht werden.

Vereinzelt lassen sich die Kerzen jedoch nicht direkt herausschrauben. Dies kann bspw. der Fall sein, wenn die Zündkerzen mit dem falschen Drehmoment montiert oder gar die falschen Zündkerzen verwendet wurden. Hier hilft es dann nur noch, die Zündkerzen auszubohren. Anschließend muss dann ein neues Gewinde eingesetzt werden, was für einen zusätzlichen Aufwand sorgt.

Beim Einsetzen neuer Zündkerzen ist unbedingt darauf zu achten, dass diese mit dem richtigen Drehmoment angezogen werden. Sind sie zu locker, leiten sie die Wärme nicht richtig ab. Bei einem zu festen Anzug kann das Gewinde kaputt gehen. Lassen Sie den Wechsel lieber von einem erfahrenen Mechaniker durchführen.

Was kosten neue Zündkerzen?

Die Gesamtkosten für einen Wechsel der Zündkerzen hängen von Fahrzeugmodell und Ersatzteilhersteller ab.

Dabei spielt vor allem die Anzahl der Zylinder eine entscheidende Rolle, weil hiervon abhängt, wie viele Zündkerzen verbaut sind.

Eine Zündkerze kostet im Durchschnitt zwischen 10,- Euro und 25,- Euro. Die zu erwartenden Materialkosten lägen bei einem Vierzylinder also ungefähr bei 40,- Euro bis 100,- Euro. Bekannte Hersteller von Ersatzteilen sind unter anderem Bosch und NGK.

Für den Wechsel einer Zündkerze werden meist zwischen 10 und 20 Minuten benötigt. Bei einem 4-Zylinder-Motor ergibt sich somit ein Arbeitsaufwand von etwa 40 bis 80 Minuten. Im Falle eines 6-Zylinder-Motors liegt der Zeitaufwand bei etwa 60 bis 120 Minuten.

Ausgehend von einem Stundensatz zwischen 60,- und 130,- Euro ergeben sich somit Arbeitskosten von 40,- bis 170,- Euro bei einem 4-Zylinder-Motor.

Ausnahmen bilden fehlerhafte Gewinde oder spezielle Motoren, bei denen der Wechsel einen höheren Aufwand erfordert.

Insgesamt kommt man bei einem 4-Zylinder-Motor gemäß dieser Kalkulation daher auf Gesamtkosten zwischen 80,- und 270,- Euro.

Material / Dienstleistunggeschätzte Preise (4-Zylinder)geschätzte Preise (6-Zylinder)
Gesamtkosten Wechsel Zündkerzen80,- bis 270,- Euro120,- bis 410,- Euro
Materialkosten Zündkerzen40,- bis 100,- Euro60,- bis 150,- Euro
Arbeitsaufwand40,- bis 170,- Euro60,- bis 260,- Euro
Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.
TIPP: Fahren Sie in keine Werkstatt, bevor Sie den aktuellen Wert Ihres Fahrzeugs ermittelt haben. So wissen Sie vorab immer genau, bis zu welchen Kosten sich eine Reparatur noch lohnt!

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Wie funktioniert eine Zündkerze?

Die Zündkerze besteht im Prinzip aus zwei Elektroden, denen elektrischer Strom zugeführt wird. Beide Elektroden sind nur wenige Millimeter voneinander entfernt.

So ist es möglich, dass der Zündfunke von einer Mittelelektrode zu einer Masseelektrode springen kann. Dabei gelangt er in Kontakt mit dem Benzingemisch und entzündet es. Dieser Vorgang geschieht sowohl beim Anlassen als auch während der Fahrt.

Um eine Verschmutzung der Zündkerzen zu vermeiden, benötigen sie bei jedem Betrieb eine Grundtemperatur. Dieser Wärmewert beträgt 400 °C. Ist diese Temperatur erreicht, können sich die Zündkerzen ‚freibrennen‘. Das heißt, Ruß und Schmutzpartikel werden entfernt.

Die maximale Betriebstemperatur einer Zündkerze darf 900 °C nicht überschreiten. Wird die Zündkerze zu heiß, wird das Benzingemisch durch die Hitze gezündet. Als Folge kann ein sogenanntes ‚Klopfen‘ auftreten, das zu einem erhöhten Verbrauch und Schäden am Motor führen kann.

Was Sie bei der Zündkerze in Ihrem Auto beachten müssen

  • Achten Sie auf mögliche Symptome (bspw. ein unrunder Motorlauf )
  • Lassen die Zündkerzen unbedingt gemäß der Herstellervorgaben im Rahmen von Inspektionsterminen wechseln
  • Machen Sie einen Preisvergleich und lassen Sie den Wechsel in einer Fachwerkstatt durchführen
Beispiel für die entsprechenden Wechselintervalle im Serviceheft (hier Audi)

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